Sieben Millionen Euro Fördermittel für Kernwegenetz
Hübsche Summe

Behördenleiter Thomas Gollwitzer (vorne, Dritter von rechts) präsentiert mit den AOVE-Bürgermeistern und den Mitgliedern der Lenkungsgruppe das Konzept für das gemeindeübergreifende Kernwegenetz. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.06.2015
3
0
Im Kern geht es um die Wege und Fluren. Sie sollen neu geordnet werden im sogenannten Kernwegenetz. Dafür haben die Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils - Ehenbach (AOVE) jetzt grünes Licht bekommen und freuen sich über ein neues "bayernweites Leuchtturmprojekt".

"Mit dem Beschluss des vorliegenden Konzeptes durch die Lenkungsgruppe kann mit dem Ausbau des gemeindeübergreifenden ländlichen Kernwegenetzes begonnen werden", gab der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, Thomas Gollwitzer, im Kreis der Bürgermeister bekannt. Damit stehe bei den AOVE-Kommunen ein weiteres Pilotprojekt in den Startlöchern.

Langer Vorlauf

In über eineinhalb Jahren haben die politisch Verantwortlichen gemeinsam mit Landwirten, Ämtern, Naturschutz und der BBV-Landsiedlung eine Struktur erarbeitet, die für die nächsten Jahre mit ihrer Multifunktionalität den Ansprüchen einer modernen Landwirtschaft, des Tourismus und dem Erhalt der Kulturlandschaft gleichermaßen gerecht werden soll. Bei der Abschlussveranstaltung im Vilsecker Rathaus erinnerte Projektleiter Andreas Danzer von der BBV-Landsiedlung an den Planungsprozess. "Für uns war die Vorgehensweise eine Herausforderung, da es bayernweit kaum ein vergleichbares Projekt gab und somit auf wenig Erfahrung zurückgegriffen werden konnte", hob er hervor.

Baubeginn 2017

Andreas Schmidt vom Amt für Ländliche Entwicklung zeigte die weiteren Schritte zur Realisierung des Kernwegenetzes auf: Für Poppenricht, Hahnbach, Gebenbach und Hirschau wird voraussichtlich Ende des Jahres ein Flurneuordnungsverfahren eingeleitet. Nach der Objektplanung, dem notwendigen Grunderwerb und der planrechtlichen Genehmigung 2016 könne 2017 mit dem Bau begonnen werden. In den Folgejahren würden weitere Flurneuordnungen angeordnet.

Thomas Gollwitzer stellte für die geplanten Verfahren rund sieben Millionen Euro Fördermittel in Aussicht. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Kommunen zusätzliche Gelder der EU über das sogenannte Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in Bayern (ELER) beim bayerischen Agrarministerium beantragen könnten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.