Singen bis zum Jubiläum

Auf eine lange Zeit als Sänger oder Chorleiter können jene Männer und als einzige Frau Angelika Stubenvoll zurückblicken, auf die seit 40, 50 oder gar 60 Jahren Goethes Ausspruch zutrifft: "Was wir in Gesellschaft singen, wird von Herz zu Herzen dringen." Der Vorsitzende der Sängergruppe Amberg, Adolf Gassner (links), war mit 50 "Dienstjahren" selbst unter den Geehrten. Bilder: usc (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.11.2015
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60 Jahre ununterbrochen in einem Chor, das hat schon Seltenheitswert. Franz Schmidt vom Männergesangverein Frohsinn Gebenbach war mit diesem Jubiläum sozusagen Dienstältester bei den Ehrungen, zu der Sängergruppe Amberg in den Ensdorfer Wittelsbacher-Saal eingeladen hatte.

Acht Sangesbrüder brachten es auf 50 Jahre, vier frönen ihrem Hobby seit 40 Jahren. 20 Vereine mit 23 Chören sind in der Sängergruppe Amberg organisiert, die Adolf Gassner aus Ebermannsdorf als Nachfolger des Ehrenvorsitzenden Herbert Kick führt. Zum fünften Mal schon lud Gassner zu einem zentralen Ehrenabend nach Ensdorf ein, wo sich zweiter Bürgermeister Karl Roppert anerkennend über die großartigen Leistungen der Sänger mit 10- bis 60-jähriger Chortätigkeit aussprach. Dies erfordere viel Gemeinschaftssinn und Idealismus, betonte er in seinem Grußwort.

Appell an Aktive

Er appellierte an die Aktiven, in ihrem Engagement im Chor nicht nachzulassen, und wünschte den Gesangvereinen eine glückliche Hand bei der Werbung von Nachwuchssängern. Gruppenvorsitzender Adolf Gassner freute sich darüber, dass beim Ehrenabend auch einige neue Gesichter dabei seien. "Sie werten diese Veranstaltung durch ihr Erscheinen auf", sagte er. Einen Glücksgriff hatte er mit der Verpflichtung des Duos D'Lausbuam mit Michael Bäumler aus Atzmannsricht am Akkordeon und Simon Dolles aus Hirschau an der Gitarre getan.

Bereitschaft für Ehrenamt

Georg Ebenhöch, Vorsitzender des Sängerkreises Nordoberpfalz, dem 90 Chöre angehören, zeigte sich tief beeindruckt von den Lebensläufen, die hinter jedem einzelnen Sänger steckten. "Es geht nicht nur ums Singen, sondern auch darum, die Vereine am Leben zu erhalten, was nicht immer leicht ist", sagte er. Er verwies auch auf die hohe Bereitschaft, ein Ehrenamt auszuüben, wie man es auch in den Gesangvereinen vorfindet. Ebenhöch: "Sie gehören nicht zu den Leute, die sich nur bespaßen lassen." Er würdigte abschließend die gute Arbeit in der Sängergruppe Amberg und führte als Beweis dafür das letzte Kreiskonzert an, das in Kümmersbruck stattfand.

Vor dem Gang zum Büfett war es Gassner ein Anliegen, fleißigen Helfern für die Vorbereitung des Ehrenabends zu danken, unter anderem dem Team Logistik um Josefine und Günter Wilfer, dem Obst- und Gartenverein Ensdorf mit Renate Kastl und Alexandra Graf und den Männern des MGV Ensdorf, die beim Auf- und Abbau Unterstützung leisteten.
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