"So stolz wie ein Spanier"

Für die harmonische Konzert-Einstimmung sorgte das junge Geigenensemble. Bilder: aks (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.05.2015
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Wenn junge Musikschüler, Lehrer mit Herzblut und klassisches Repertoire aufeinandertreffen, verwandelt sich eine tönende Jahresbilanz im Handumdrehen in begeisternde Unterhaltung. So geschehen beim Abschlusskonzert der Streicherklassen der Städtischen Sing- und Musikschule (SMS) unter Leitung von Tatjana und Richard Hubert.

Das in der Tat noch sehr junge Geigenensemble wagte sich als erstes auf die Bühne des Rathaussaals und stimmte das Publikum mit einem beachtlich unisono präsentierten Rondo auf kommende Freuden ein. Zu diesen zählte die jüngste Künstlerin des Abends, die elfjährige Violinistin Theresa Kederer mit ihrer "Tarantella" ebenso wie die ein Jahr ältere Katharina Heckmann, die mit einer "Aria im alten Stil" ihre vorausgegangenen Auszeichnungen bei "Jugend musiziert" unterstrich.

Im gleichen Wettbewerb hoch dekoriert, interpretierten Franziska Rosemann, Ronja Rosemann, Eva Langer und Anja Pilhofer selbstbewusst und auftrittsroutiniert Georg Philipp Telemanns Konzert für vier Violinen. Mit einem hinter aller Romantik technisch kniffligen Konzert von Jean Baptist Accolai beschloss Anja Pilhofer den Streifzug durch Richard Huberts erfolgreiche Arbeit mit kleinen und großen Geigen.

Wechsel zum Flügel

Es übernahm die Celloklasse von Tatjana Hubert. Im Trio mit der feinsinnig musizierenden Viktoria Dechant, die eigens für diesen Abend von den vertikalen Tasten und Knöpfen des Akkordeons zur horizontalen Anordnung am Flügel gewechselt war, gelang Anna Rösch und Simone Weiß eine hörenswerte Vivaldi-Frischzellenkur. Dass der Purismus von acht Celli eine ganz eigene Dynamik und einen besonderen Klangreiz entfalten kann, demonstrierten Tatjana Huberts Eleven mit freundlicher und gekonnter Unterstützung der HCA-Lehrerkollegin Stefanie Rösch an einem zeitgenössischen "Ostinato" von Martin Burkhardt.

Für ein weiteres "Aha-Erlebnis" sorgte das partiell schon gereiftere Jugendorchester mit dem "Allegro" aus Wolfgang Amadeus Mozarts je nach Zählweise zwölftem oder sechsten Klavierkonzert. Als kompetenten und durch viele Wettbewerbsteilnahmen gestählten Gast am Flügel begrüßte man dabei den dreizehnjährigen Jakob Krusche, der seine Sache mehr als nur gut machte.

Moderne Filmhits

Die nun schon außerordentlich positiv gestimmte Zuhörerschaft erlebte direkt im Anschluss, warum moderne Filmhits in symphonischer Orchesterbesetzung zum Besten zählen, was man an Livemusik erleben kann: Anker los und Segel gesetzt für die unsterblichen "Pirates of the Carribean" in der mittlerweile ebenfalls schon hitverdächtigen SMS-Version.
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