Sogar Hilfe für Tunesien

Der Vorstand des SPD-Unterbezirks staunte nicht schlecht, als Leitender Polizeidirektor Josef Strobl (Vierter von links) die Ausbildungsstrategien am Standort Sulzbach-Rosenberg erläuterte. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.09.2015
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Zahlen, Daten und Fakten gab es für die Besucher, dazu einen Blick hinter die Kulissen: Der Vorstand des SPD-Unterbezirks holte sich Informationen bei der VII. Bereitschaftspolizei-Abteilung.

Leitender Polizeidirektor Josef Strobl hatte mit seinen Mitarbeitern eine interessante aufschlussreiche Präsentation vorbereitet. Sie stellte anschaulich die momentane Situation der Abteilung dar. So hat die Sulzbach-Rosenberger Dienststelle, Bayerns größte mit 1200 Beschäftigten, momentan die Problematik der Sanierung der Dächer der Häuser. Auch wird über Installation einer Photovoltaikanlage diskutiert.

Um die rund 850 Beamten in Ausbildung kümmern sich 217 Stammbeamte. Die fundierte, praxisorientierte Ausbildung verlange den jungen Menschen viel ab, so Strobl. Demnach sei vor allem die Persönlichkeitsbildung eine tragende Säule. "Den Beruf des Polizisten kann man vergleichen mit einem Sozial-Ingenieurs". Für die täglich wachsenden Aufgaben benötige man Personal, das über das nötige Fingerspitzengefühl verfüge, schwierige Situationen richtig einzuschätzen. "Am Standort wird speziell darauf geachtet, wie sich der angehende Polizeibeamte in der Praxis bewährt."

Die enorme Wirtschaftskraft des Polizei-Standortes Sulzbach-Rosenberg bestätigte auch SPD-Kreisrat Joachim Bender. Viele Wirtschaftszweige der Herzogstadt profitierten davon. Auch als ziviler Arbeitgeber hat die BePo einen guten Ruf. Als eingetragener Ausbildungsbetrieb (zur Zeit werden fünf Auszubildende als KfZ-Mechatroniker beschäftigt übernimmt sie auch Verantwortung. "Wie reagiert die bayerische Polizei auf die steigende Kriminalität im Internet?", wollte Birgit Fruth von den Fachleuten wissen. Auch hier werden neue Wege eingeschlagen. Die Ausbildung von "Cyber-Cops", speziell ausgebildeten Polizisten für die virtuelle Welt, wird hier vorangetrieben.

Auch Seiteneinsteiger und Berufsfremde haben eine Chance, in den Polizeidienst zu gelangen, so z.B. Steuerfachleute und IT-Fachkräfte. Die große Politik wurde in der lebhaften Diskussion nicht ausgelassen. Strobl erläuterte den Besuchern die neue Kooperation zwischen der Bundesrepublik und dem nordafrikanischen Tunesien. Einem Staat, der nach dem "arabischen Frühling" gen Westen strebt und um Unterstützung auch gerade im Rechtswesen bittet.

Dieses Projekt wird vom Standort aus betreut. Kompetentes Personal befindet sich im Austausch mit den Polizei-Vertretern von Tunesien. EU-Abgeordneter Ismail Ertug ging auf die Situation der Flüchtlingsströme in Europa und Richtung Deutschland ein. Auch hier war man sich einig, dass sich der Freistaat bestens auf seine gut ausgebildete Polizei verlassen kann - die auch gegenüber Flüchtlingen "Freund und Helfer" ist.
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