Solar-Initiative wieder am Netz

Das Wörtchen "unverbindlich" macht"s möglich: Ein Vertragspartner der vor einer Woche noch als unerlaubte Preisabsprache angeprangerten Photovoltaik-Eigeninitiative des Landkreises warb bei bestem Solarstrom-Wetter am Freitag für diese Aktion. Bild: Huber
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.07.2015
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Als wenig nachhaltig erwies sich offenbar eine Kartellbeschwerde gegen die jüngste Photovoltaik-Aktion der Landkreises. Sie wird wieder beworben. Mit einer klitzekleinen Änderung allerdings.

(zm) Bei bestem Solarstrom-Wetter stand am Freitag einer der in die Initiative eingebundenen Anbieter in der Amberger Fußgängerzone und bot Informationen zu der Photovoltaik-Eigenverbrauchs-Aktion an.

In der vergangenen Woche hatte die in Schwarzenfeld ansässige Firma suntec für erheblichen Wirbel gesorgt (wir berichteten) und viele bangten um die Zukunft dieses Programms, bevor es richtig begonnen hatte. Der Mitbewerber aus dem Nachbarlandkreis hatte sich gegen die Kernaussage der Gemeinschaftsaktion gewandt: landkreisweite Festpreisgarantie von 8990 Euro für eine 5,1-Kilowatt-Peak-Eigenverbrauchs-Anlage, wenn sie über zwei hier ansässige Vertragsfirmen bezogen wird.

Suntec interpretierte das als eine unerlaubte Preisabsprache zur Wettbewerbsverzerrung und Ausgrenzung von Mitbewerbern. Das Wirtschaftsministerium, an das sich der Beschwerdeführer in dessen Eigenschaft als Landeskartellbehörde gewandt hatte, stufte einige Aspekte der Sonderaktion als "problematisch" ein. Am Freitag nun warb einer der Vertragspartner mit dem "unverbindlichen Landkreisangebot", das laut einem der Propagandisten selbstverständlich auch im Nachbarlandkreis Schwandorf gilt.
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