Solidarität als Vereinszweck

Ehrungen beim Club Solidarität mit (von links): Bürgermeister Michael Göth, Vorsitzende Irmgard Herold, Beisitzer Stefan Kummer, Andreas Renner und Hugo Luber sowie - stellvertretend für seinen Bruder Georg - Ludwig Gradl (vorne). Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.01.2015
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Wer braucht schon eine Lebensversicherung, wenn es den Club Solidarität gibt? Der Verein kümmert sich um das Wohlergehen seiner Mitglieder - weniger mit Geld, aber mit viel Herz.

Traditionell fand die Jahreshauptversammlung des Club Solidarität im Gasthof Zum Bartl statt. Vorsitzende Irmgard Herold freute sich sehr, dass nicht nur zahlreiche Vereinsmitglieder, sondern auch Bürgermeister Michael Göth und sein Stellvertreter, Hans-Jürgen Reitzenstein, der Einladung gefolgt waren.

In Gifthütte gegründet

Am 8. Dezember 1912 in der Gifthütte an der Allee gegründet, blickt der Verein mittlerweile auf eine über 100 Jahre lange Tradition zurück. Seinem Gründungsziel - Kameradschaft und Geselligkeit zu pflegen sowie Mitglieder und deren Familien bei Arbeitslosigkeit, im Krankheits- und Todesfall zu unterstützen - ist der Club Solidarität dabei stets treu geblieben. Und treu geblieben sind dem Verein auch seine Mitglieder. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Andreas Renner, Georg Luber und Ludwig Gradl. Bürgermeister Göth überreichte den Jubilaren jeweils eine Urkunde; für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit erhielten Renner und Luber eine silberne, Gradl für stolze 40 Jahre sogar eine goldene Ehrennadel. Mit einem Moment der Stille wurde den im vergangenen Jahr Verstorbenen gedacht.

Schriftführerin Helga Renner fasste die zahlreichen Aktivitäten des Vereins zusammen. Der Club Solidarität besuchte seine Mitglieder nicht nur zu Geburtstagen und am Krankenbett, sondern pflegte auch intensive Kontakte zu anderen Vereinen, machte Ausflüge und zeigte soziales Engagement. Lothar Bedritzki stellte den Kassenbericht vor. Fünf Sterbefälle und 18 (halb-)runde Geburtstage führten im abgelaufenen Jahr erstmals zu einem negativen Ergebnis. "Glücklicherweise ist nicht jedes Jahr so ereignisreich, sonst wären wir in etwa 65 Jahren bankrott", sagte der Kassier - wohlwissend, dass dem nicht so sein wird. Die Kassenprüfer Hugo Luber und Hans-Jürgen Reitzenstein attestierten eine "korrekt und einwandfrei geführte Kasse".

Die Entlastung von Vorstandschaft und Kassier erfolgte einstimmig. Abschließend wurden noch Pläne für die bevorstehende Pfingstfahrt geschmiedet; ob es nach Abano oder Istrien geht, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.
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