Sophies Welt in Feuer und Eis

An solchen Wasserfällen sprüht nicht nur die Gischt, sondern auch der Forschergeist, den Sophie Hofmann ausprobieren durfte. Jetzt weiß sie genau, dass es für sie beruflich einmal in diese Richtung gehen soll. Bild: ksb
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.06.2015
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Es war ihre erste große Auslandsreise, und es wird bestimmt nicht die letzte sein. Mit Unterstützung von Sponsoren hat Sophie Hofmann an der Master-Mint-Forschungsexpedition in Island teilgenommen. Dabei erlebte sie keine eiskalten Überraschungen, sondern nur den Quell heißer Freude.

Die positiven Erfahrungen im Land zwischen Feuer und Eis haben die 17-jährige Schülerin in ihrem Berufswunsch weiter bestärkt. Sophie Hofmann berichtet nach ihrer Rückkehr konkret, wohin ihr Weg führen soll: "Ich möchte nach dem Abitur Geowissenschaften studieren. Wenn es klappt, würde ich danach gern in die Forschung gehen."

Jungforscher in einem Boot

Zusammen mit elf weiteren Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren brach die Schülerin des Herzog-Christian-August-Gymnasiums zu ihrer ersten Forschungsexpedition nach Island auf. Ihr Geografie-Lehrer Stefan Hüttl hatte sie nach einer Seminararbeit auf das Projekt aufmerksam gemacht. Bevor es losging, musste die Elftklässlerin - wie echte Forscher auch - erst mal Sponsoren finden. Dank der Unterstützung von Bürgermeister Michael Göth, Sulzbach-Rosenberger Geschäftsleuten und privaten Förderern konnte sie ihren Traum schließlich realisieren.

Zur Vorbesprechung und gemeinsamen Planung trafen sich die Teilnehmer zu Beginn der Reise in Heidelberg. Von dort aus ging es nach Düsseldorf, wo die Gruppe das Flugzeug nach Island bestieg. Begleitet von erfahrenen wissenschaftlichen Mitarbeitern umrundeten die Nachwuchsforscher mit einem Bus Stück für Stück die Insel. Neben dem Skogafoss-Wasserfall, der 60 Meter zu Tal stürzt, und dem Eyjafjallajökull, Islands sechstgrößtem Gletscher, unter dessen Oberfläche sich der zuletzt 2010 aktive Vulkan Eyjafjöll befindet, machte die Gruppe auch im Skaftafell-Nationalpark Zwischenstopp.

Neben dem Jökulsarlon, einem Gletschersee, auf dem blau-schwarze Eisberge treiben, und dem Dettifoss-Wasserfall, dessen Wassermassen auf einer Breite von 100 Metern 44 Meter in die Tiefe jagen, konnten die Jugendlichen auch in die Höhe schießende Geysire beobachten. Selbst für einen Besuch in Reykjavik, wo mit 110 000 Einwohnern rund die Hälfte der Bevölkerung lebt, fanden die jungen Forscher Zeit. Aufgeteilt in Gruppen befassten sie sich anhand konkreter Arbeitsaufträge mit den Besonderheiten der größten Vulkaninsel der Welt. Die tagsüber gewonnenen Erkenntnisse wurden abends ausgewertet und mit den daraus abgeleiteten Ergebnissen dokumentiert.

"Auch sehr hart gearbeitet"

"Wir haben sehr viel gesehen, aber auch sehr hart gearbeitet; teilweise sogar bis zwei Uhr morgens", erzählt Sophie. Neben einem Forschungsbericht haben die Teilnehmer über ihre Erlebnisse eine fast halbstündige Reportage gedreht, die auf Youtube unter dem Stichwort "Forschungsexpedition Island 2015" zu sehen ist. "Die Reise war das Beste, was mir je passieren konnte. Ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrung", schwärmt Sophie, "würde sich die Gelegenheit erneut bieten, wäre ich sofort wieder dabei."
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