Stadt spart 100 000 Euro ein

Das Einsparungspotenzial in der Straßenbeleuchtung ist keineswegs ausgeschöpft. Deshalb läuft der Austausch durch die Bauhof-Elektriker auch in diesem Jahr weiter. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.08.2015
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"Wird da etwa unnötig Geld ausgegeben?" Eine schnell gefasste Meinung, wenn der Bauhof mit dem Ruthmann-Steiger zur Straßenbeleuchtung hochfährt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Längerfristig soll sich der Erfolg im Doppelpack zeigen.

Konkret geht es um den Einsatz effizienter Leuchtmittel in der Herzogstadt bei den Straßenlaternen. Klimaschutzmanager Vincent Clarke sieht im Technologiewandel in der Beleuchtung ein gutes Beispiel für eine der drei Säulen der Energiewende - der Energieeffizienz.

Effizienz im Blick

Wie der Fachmann im Pressegespräch mit der SRZ erläutert, entstehe gerade bei Leuchtmitteln neben der Erzeugung von Licht auch Wärme. So liege beispielsweise die Lichtausbeute einer normalen Glühbirne bei 5 Prozent der eingesetzten Energie. 95 Prozent der eingesetzten Energie wird in Wärme umgewandelt und gehe verloren.

"Somit ist die zentrale Kenngröße der Beleuchtung die Effizienz des Leuchtmittels, also das Verhältnis zwischen abgestrahlter Lichtleistung in Lumen und der dafür benötigten Energie in Watt. Effizienz in der Straßenbeleuchtung bedeutet also gleiche oder bessere Beleuchtung bei gleichzeitig weniger Energiebedarf", unterstreicht Clarke. Durch den kontinuierlichen Austausch der alten und ineffizienten Leuchten sinkt der Gesamtstromverbrauch für die Straßenbeleuchtung in der Herzogstadt jährlich.

Im Jahr 2014, so der Klimaschutzmanager weiter, sei schon knapp 32 Prozent weniger Strom als im Jahr 2005 benötigt worden - und das trotz zunehmender Leuchtenzahl. Lag der Verbrauch im Jahr 2005 noch bei 1 396 183 kWh, sank er in 2014 auf 954 500 kWh.

Die Zahl der im letzten Jahr durch die Bauhof-Elektriker umgerüsteten Leuchten beziffert der Experte auf 317. Diese allein benötigten 82 570 kWh weniger Strom pro Jahr und erzeugen somit eine Einsparung von 61 Prozent gegenüber den alten Lampen. "Diese Umrüstung hat sich teilweise schon auf 2014 ausgewirkt, wird aber ihr komplettes Potenzial beim Verbrauch in 2015 bemerkbar machen", freut sich Clarke. Welchen Weg wird hier die Stadt in Zukunft beschreiten? Das Einsparungspotenzial in der Straßenbeleuchtung sei noch lange nicht ausgeschöpft, und der Austausch laufe auch in diesem Jahr weiter.

Gut investiert

Die Haushaltsmittel dafür seien gut investiertes Geld. So betrug die monetäre Einsparung im Jahr 2014 schon 100 000 Euro, und mit jedem weiteren Austausch steige die jährlich wiederkehrende Einsparungssumme.

"Der größte Beitrag, der mit unschätzbarem Wert verbunden ist, ist aber die Auswirkung auf den Umwelt- und Klimaschutz. So sparte die Stadt 2014 durch weniger Strombedarf in der Straßenbeleuchtung rund 265 Tonnen CO2 ein. Neben der Effizienzsteigerung bei den Straßenlaternen gilt es nun zusätzliche Potenziale zum Beispiel bei Pumpen, Heizung, Innenbeleuchtung oder Kühlschränken auszuschöpfen", sieht der Klimaschutzmanager weitere Aufgaben.
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