Stadtmuseum: Finissage der Uniformausstellung - Trotzdem Verlängerung bis Monatsende
Besuch immer ein Gewinn

Edith Zimmermann (rechts), die Leiterin des Stadtmuseums, dankt ihrer Kollegin Carolin Schmucker aus Nittenau für die Lesung. Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.11.2014
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Vor hundert Jahren begann der 1. Weltkrieg, der Europa nachhaltig veränderte. Daran erinnert das Stadtmuseum mit der Sonderausstellung "Vom bunten Waffenrock zur feldgrauen Uniform". Am Wochenende sollte die Ausstellung enden, wegen des großen Interesses der Besucher wird sie aber bis zum Monatsende verlängert.

Von Qualität beeindruckt

Wie Museumsleiterin Edith Zimmermann berichtet, gibt es viele historisch Interessierte, die in ganz Bayern Ausstellungen anlässlich des Kriegsausbruchs besuchen und von der Ausstellung im Stadtmuseum sehr angetan sind. Nicht nur Militariasammler sind von der Qualität der Exponate beeindruckt. Auch für Besucher ohne vertiefte historische Kenntnisse ist der Besuch ein Gewinn, weil anhand der Veränderungen der Uniformen die Entwicklung der Waffentechnik und Kriegsführung deutlich wird. Die Ausstellung eignet sich auch für Schulklassen.

Die Exponate stammen aus den eigenen Beständen des Museums und zeigen, welche Schätze im Depot schlummern. Allerdings wird auch deutlich, dass die Lagerbedingungen im Depot schlecht sind. Vom Raupenhelm etwa sind nur noch Reste übrig, die nicht mehr gerettet werden können. Zimmermann wies darauf hin, dass das Museum dringend ein Depot braucht, in dem die Objekte nicht verderben.

Bei der Finissage beleuchtete eine Lesung das Thema "1. Weltkrieg" aus literarischer Sicht. Carolin Schmuck, Leiterin des Stadtmuseums Nittenau, gestaltete die Erzählung "Der Feind" von Erich Maria Remarque.

Intensives Erlebnis

Das Werk schildert eindringlich die Erlebnisse eines Soldaten, der lange Zeit die Franzosen nur als Feind wahrnimmt und nicht als Menschen. Er stellt fest, dass die Waffen den Menschen den Krieg aufzwingen. Schmuck las ausdrucksstark und intensiv. Die Lesung ging den Zuhörern unter die Haut. Anschließend führte Zimmermann die Besucher durch die Ausstellung.
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