Stadtrat auf Stippvisite bei Fraunhofer Umsicht
Voller Energie

Professor Andreas Hornung (Mitte) klärte die Mitglieder des Stadtrats bei Fraunhofer Umsicht über den Stand der Forschungsarbeiten auf. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.05.2015
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Die jüngsten Erfolge der TCR-Technologie (Biobatterie) demonstrierte Professor Dr. Andreas Hornung den Mitgliedern des Stadtrats. Sie informierten sich bei Fraunhofer Umsicht über den neusten Stand der Forschungsarbeiten. Der Leiter führte die Gäste durch den Institutsteil am größten Fraunhofer-Standort in der Oberpfalz.

"Mit dem Verfahren nutzen wir biogene Reststoffe und überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen zur Erzeugung verschiedener qualitativ hochwertiger und lagerfähiger Energieträger. Dadurch können wir zukünftig Stromspitzen speichern und helfen Nachfrage und Angebot auszugleichen", erläuterte der Experte in der Forschungseinrichtung, wo 2012 das Centrum für Energiespeicherung etabliert wurde.

Bei dem Verfahren werden die Einsatzstoffe zunächst unter großer Hitze zersetzt. Durch weitere Schritte können Öl, Gas und Kohle von einzigartiger Qualität erzeugt werden. Insgesamt lassen sich so 75 Prozent des eingesetzten Energieinhalts in Produkte von höchster Qualität umwandeln - alles vollkommen biogen, vorausgesetzt man verwendet auch biogene Einsatzstoffe. So wird reines Öl und hochwertige Biokohle erzeugt, das Produktgas eignet sich direkt für den Einsatz in einem Blockheizkraftwerk.

Von der hohen Qualität konnten sich die Besucher direkt am Institut überzeugen. Dort steht ein umgerüsteter Pickup-Truck, dessen Motor bereits mit dem erzeugten Kraftstoff angetrieben wird, wie die Forscher eindrucksvoll vorführten. Auch die Biokohle lässt sich vielseitig stofflich oder energetisch einsetzten - oder aber zur Nahrungsmittelzubereitung, wie den Politikern gezeigt wurde: auf einem Grill brutzelten prima Würstchen.
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