Stadtrat billigt Bauplanung in Siebeneichen und Niederricht - FWU will alte Straße nach ...
Baugebiete, Asphaltdecken und Kataster

Eigentlich darf hier auf der alten Straße nach Kropfersricht kein Auto fahren. Der Antrag der FWU wird aber trotzdem geprüft. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
03.08.2015
5
0
Viele Formalien, aber teils mit weitreichender Wirkung, hatte der Stadtrat zu behandeln. Zunächst stellte der Leiter des Vermessungsamtes Amberg, Kurt Beyerlein, die Vereinbarung zur Kataster-Neuvermessung im Stadtteil Niederricht vor. Hier sollte der Stadtrat die Befugnis zur vereinfachten Umlegung mit dem Amt erteilen.

Verschiedene Töpfe

Der Experte klärte auf über die einzelnen Verfahren zur exakten Festlegung der Grenzen und die Kosten. 32 Grundstücke umfasse der Vermessungsbereich. Der Stadtrat erteilte sein Einverständnis.

Warum im Zuge des Kanalbaues in der Jahnstraße nicht gleich die ganze Straßenoberfläche saniert werden könne, wollte Dr. Thomas Steiner (SPD) wissen. Das gehe aus haushaltstechnischen Gründen nicht, erklärte Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn. Durch eine solche Maßnahme würden die Kanal-und Wasserleitungsbeiträge falsch belastet. Eine Sanierung über die gesamte Breite müsste über einen separaten Posten abgerechnet werden.

Dazu komme, dass hier die Rollierung und auch die Granulatschicht komplett ausgebaut werden müssten. Sonst käme es zu Rissen. Abfräsen und Erneuern der Asphaltschicht sei nicht möglich. Es sollten spezielle Mittel in die neuen Haushaltsberatungen aufgenommen werden. Dem folgte der Stadtrat einheitlich. Steiner schlug vor, künftig beide Töpfe gleichzeitig zu öffnen.

Dr. Stefan Morgenschweis (CSU) verwies auf den CSU-Vorschlag zur Änderung des Straßensanierungsbeitrages, "sonst wird hier nur Geld verbrannt durch Symptombekämpfung". Joachim Bender (SPD) sah diesen Vorschlag nicht als zielführend, die 150 Kilometer Stadtstraßen könne man auch damit nicht in zehn Jahren sanieren. Man solle am Blow-Patcher-Verfahren zur Oberflächensanierung festhalten.

Weiter im Hauptausschuss

Ein Buswartehäuschen in Seidersberg für die wartenden Schüler hatte Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) vorgeschlagen. Der Stadtrat hatte damals eine Prioritätenliste angeregt, die jetzt vorlag. Aufgelistet sind hier Haltestellen mit Frequentierung. Seidersberg taucht hier mit 170 Personen pro Monat erst an Platz 11 der Stationen ohne Häuschen auf.

Der Stadtrat zeigte sich bis auf Karl-Heinz Kreiner (FDP/FWS) weitgehend einig, hier keine Ausnahmen zu machen und laut Rangliste vorzugehen. Das Problem wird im Hauptausschuss weiter behandelt.

Anschließend nahm der Stadtrat Kenntnis von den Einwendungen, die gegen den Flächennutzungs- und Landschaftsplan und den Bebauungs- und Grünordnungsplan zum Wohngebiet Siebeneichen Nord vorgebracht worden waren, billigte die Planung und fasste einstimmig den Auslegungsbeschluss.

Bei Brücke mitzahlen

Einen Änderungs- und Aufstellungsbeschluss gab es auch für das Dorf- und Gewerbegebiet Niederricht. Hier steht die Erweiterung einer Zimmerei an, einige für Wohnbebauung vorgesehene Grundstücke seien auf Wunsch der Eigentümer nicht mehr in den Geltungsbereich des Bebauungsplanes einbezogen worden, informierte Klaus Kurz vom Stadtbauamt. Auch hier gab es einstimmige Absegnung. Wollte die Stadt eine Verbreiterung der zur Sanierung anstehenden Bahnunterführung Großalbershof-Iber durch die DB, müsste sie selbst mit mindestens 100 000 Euro in die Tasche greifen, erklärte die Stadtbaumeisterin auf eine Anfrage von Joachim Bender.

Für die Freien Wähler Umland (FWU) beantragte Thomas Stubenvoll die Freigabe der ehemaligen Verbindungsstraße Kropfersricht - Fraunhofer-Institut entlang der Westseite des Schlackenberges, damit die Bauwilligen in Kropfersricht Rosenberg auf kürzestem Wege erreichen könnten.

Hilfe beim Wasser

Das wird geprüft, doch Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn erinnerte, dass beim Bau der Europastraße die alte Verbindungsstraße stillgelegt, teils rückgebaut und gesperrt wurde, eben weil die neue Verbindung zur Verfügung stehe. Joachim Bender beantragte, den städtischen Sportvereinen wegen der extremen Trockenheit mit dem Wasserpreis entgegenzukommen, da enorme Bewässerung des Rasens nötig sei.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.