Stadtrat lehnt SPD-Antrag auf Errichtung eines Feldes ab - Lieber bestehende Sportstätten ...
Kein Beachvolleyball in Park oder Bad

Beim TuS Rosenberg im Aicher-Stadion findet sich auch ein Volleyball-Feld: Die Stadt soll prüfen, ob hier öffentlich gespielt werden kann. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.03.2015
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Eine fast unendliche Geschichte ging zu Ende - das lange Tauziehen um ein Beachvolleyballfeld, das die Kommune errichten sollte. Im Stadtrat scheiterte ein SPD-Antrag, auf dem Gelände des alten Stadtbads ein solches Freizeitangebot zu etablieren. Alternative: bereits vorhandene Felder für die öffentliche Nutzung freigeben.

Schon oft hatte sich das Gremium mit dem Thema beschäftigt und viel diskutiert, Stellungnahmen eingeholt und Vorschläge begutachtet. Jetzt wollte SPD-Fraktionssprecher Joachim Bender eine endgültige Abstimmung über den Vorschlag, im alten Stadtbad oder im Bürgerpark nahe des Bahnhofs ein Beachvolleyballfeld zu schaffen. Man könne ja über den Standort nachdenken und einzeln abstimmen, bot er an. Dieses abzulehnen, sei eine politische Machtdemonstration und gleichzeitig ein Armutszeugnis, meinte er in Richtung CSU: "Wenn diesen Vorschlag die Junge Union gemacht hätte, wäre er wohl schon beschlossen."

Der Haushalt 2015 sei gut aufgestellt, bilanzierte Bender, die Maßnahme finanziell "locker unterzubringen". "Wir zahlen 47 000 Euro plus Unterhalt für nur fünf bis acht Stunden Nutzungszeit pro Tag", erinnerte Dr. Stefan Morgenschweis (CSU) an Auflagen des Lärmgutachtens. Im Stadtbad gebe es gewachsene Strukturen, die bleiben sollten. Er verwies auf bestehende Felder in Kauerhof, Krötensee, beim TuS und im Waldbad.

Viel Konfliktpotenzial sah Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) durch ein Feld im alten Stadtbad. Auch er verwies auf Folgekosten. "Deutlich unterschiedliche Sichtweisen zum Haushalt" diagnostizierte Dr. Patrick Fröhlich (CSU): Schulden tilgen mit diesem Geld statt das Feld zu bauen, sei wohl die bessere Lösung.

Dr. Thomas Steiner (SPD) warnte davor, Alt gegen Jung auszuspielen im Stadtbad. Andere Lösungen bedürften der Aufsicht oder des Auf- und Zusperrens, es gehe aber um ein frei zugängliches Feld: "Schade, wenn dieses Mehr an Freizeitspaß jetzt scheitert." Gaby Mutzbauer (Grüne) erinnerte an den Nachmittagsunterricht in Krötensee, der die Nutzung einschränke. Christian Steger (CSU) zitierte ein Schreiben des Schulamtes, das positiv zur Nutzung dieses Feldes steht. Karl-Heinz Herbst (Grüne) brachte wachsenden Vandalismus ins Spiel, Bettina Moser die Haftungsfrage im Schulgelände.

Kontakte aufnehmen

"Was ist, wenn die Schule doch nein sagt?", wollte Joachim Bender wissen. Hubert Jungbauer (CSU) regte Kontakte zum TuS Rosenberg an, schließlich habe die Stadt dort auch viel mitfinanziert. Geschlossen sprach sich der Stadtrat dafür aus, über das Thema endgültig abzustimmen. Mit 15:13 lehnte die Mehrheit aus CSU, FWU und FDP/FWS die Errichtung eines Beachvolleyballfeldes schließlich ab. Bürgermeister Michael Göth kündigte Kontakte wegen Nutzungen bestehender Felder an.
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