Straßenausbau, Schubkarren, Storg

Zwei der "Schandflecken" der Stadt: der alte Storg-Komplex und die verfallene Döner-Bude. Die Verantwortlichen machten den Bürgern aber wenig Hoffnung, dass sich die Situation bald ändert.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.12.2014
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Irgendwie scheint in Sulzbach-Rosenberg die Welt noch in Ordnung zu sein - die zur Bürgerversammlung eingereichten Anträge waren mehr persönlicher Art. Doch auch diese wiesen teils Brisanz auf. Vor allem bei den "Schandflecken".

Bevor in der Bürgerversammlung die Anliegen diskutiert wurden, unterstrich Bürgermeister Michael Göth, dass die Stadt wichtige Investitionen für die Zukunft auf den Weg gebracht habe. Größte Posten seien die Sanierung der Pestalozzi-Schule sowie das Gerätehaus der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg. Dort stehe der Rohbau bereits, bis zum Sommer 2015 werde mit der Fertigstellung gerechnet.

Die Feuerwehr Rosenberg erhielt ein neues Fahrzeug. Der Bürgermeister erinnerte auch an Baumaßnahmen am Waldbad, bei dem vor zwei Jahren der Eltern-Kind-Bereich neu gestaltet worden sei. Bis zum Start der nächsten Badesaison werden der Eingangsbereich und die Duschen erneuert. 10 000 Euro hat der Stadtkämmerer für die Planung des schnellen Internets eingeplant.

Schandfleck für die Stadt

Karin Steger vermisste in den Friedhöfen ausleihbare Schubkarren, die vor allem älteren Friedhofsbesuchern den Materialtransport erleichtern könnten. Ordnungsamtsleiterin Rosalia Wendl kündigte an, dass 2015 die Anschaffung von Schubkarren mit zwei Rädern geplant sei, auch werde eine ausreichende Anzahl von Gießkannen in den Friedhöfen bereit gestellt. Das ehemalige Storg-Gebäude und der Döner-Laden sind für Eleonore Wilfart schon "seit gefühlten 25 Jahren" ein Schandfleck für die Stadt, sie sollten nicht, wie das Forum in Amberg, dahindümpeln.

Liegenschaftsverwalter Jürgen Winter sah ein, dass Sulzbach-Rosenberg mit diesen heruntergekommenen Gebäuden keinen Schönheitspreis gewinnen werde. Der Immobilieneigentümer habe Insolvenz angemeldete, das weitere Vorgehen bestimme der Insolvenzverwalter. "Darauf hat die Stadt nicht den geringsten Einfluss!" Rechtsdirektor Harald Mizler betonte, dass sich der Stadtrat bereits in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Storg-Areal befasst habe, und Bürgermeister Michael Göth fügte hinzu, dass er über eine zeitnahe Lösung keine Spekulationen anstellen wolle.

Wildes Plakatieren

Für untragbar hielt Adolf Schatz den Zustand der Vereinsmitteilungs-Tafeln, die von der Unterhaltungsbranche zuplakatiert würden. Vereine hätten keine Möglichkeit mehr. Die Missstände seien bekannt, räumte Harald Mizler ein, aber zur Überwachung fehle Geld und Personal.

Die Straßenausbausatzung war Siegfried Kleinert ein Dorn im Auge, denn die Sanierungskosten würden den Anliegern aufgebürdet, obwohl nicht nur die allein diesen Straßenabschnitt nutzen. Die Satzung sei aufzuheben, Beiträge dürften nicht mehr erhoben werden. Nur über eine Änderung der kommunalen Abgabenordnung könne auf Straßenausbaubeiträge verzichtet werden, so Harald Mizler, aber dafür müsse der Gesetzgeber die rechtlichen Grundlagen schaffen. Da nicht nur Sulzbach-Rosenberg betroffen sei, gebe es bereits auf höherer politischer Ebene Gespräche für eine für alle annehmbare Lösung.

Diskussionsstoff gab es zum Winterdienst: Städtische Räumfahrzeuge würden den Schnee auf die Gehsteige schieben. Dort hätten die Anlieger dann Mühe, diese wieder freizuschaufeln. Zwischen Sparkasse und Friedhof solle der abschüssige Weg mit Handlauf versehen werden.

Das habe wenig Sinn, so Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn, da dies kein geeigneter Gehweg sei. Der Bürgermeister schlug Besichtigung vor, um eine seniorengerechte Verbindung zum Friedhof bauen zu lassen.
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