Strom-Räubern auf der Spur

Anschaulich wird in der Stadtbibliothek der Stromverbrauch anhand verschiedener ausgeschalteter Elektrogeräte aufgezeigt. Seien es Drucker, CD-Player oder Fernseher - überall ist Einsparpotenzial vorhanden. Bilder: Royer (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.12.2015
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Zu wissen, wie viel Strom der eigene Haushalt verbraucht, ist ein wichtiger Schritt zum Stromsparen. Auskunft darüber gibt der Blick auf die Stromrechnung. Klimaschutzmanager Vincent Clarke initiierte nun eine Aktion, bei der Strommessgeräte in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden können. Und der Zuspruch kann sich sehen lassen.

Über Stromeinsparung den Ausstoß von CO2 zu reduzieren ist ein elementarer Bestandteil der Maßnahmen, die mithelfen, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Gerade im häuslichen Umfeld gebe es nach Angaben von Klimaschutzmanager Vincent Clarke ein nicht unwesentliches Potenzial an Strom-Einsparmöglichkeiten. Er regte deshalb die über Sponsoren geförderte Anschaffung von zehn Stromverbrauchs-Messgeräten an. Ab sofort können diese mit dem "Energiesparkoffer" in der Stadtbibliothek über den Büchereiausweis kostenlos ausgeliehen werden. Die Geräte sind problemlos zu bedienen und werden über die Steckdose zwischengeschaltet. Eine von Clarke ausgearbeitete Bedienungsanleitung gibt es mit dazu. Dem Einsatz als Detektiv gegen Strom-Räuber in den eigenen vier Wänden steht nun nichts mehr im Wege.

Kosten einsparen

Beim Austausch von Altgeräten oder Abschaltung des Stand-by-Modus' könnten in den Haushalten rund 70 Euro Stromkosten pro Jahr eingespart werden. Deshalb sei es wichtig, einen genauen Blick auf die Stromrechnung zu werfen und den Verbrauch zu prüfen. Ist dieser höher als in vergleichbaren Haushalten, wird es höchste Zeit, sich mit der Geräteausstattung und deren Benutzung zu befassen.

Selbst bei einem unterdurchschnittlichen Jahresstromverbrauch gibt es meist etliche Möglichkeiten, diesen noch deutlich zu senken und dadurch Kosten zu sparen. Es gibt zahlreiche Strommessgeräte, mit denen sich herausfinden lässt, wie viel Strom ein Gerät verbraucht und was das an Stromkosten verursacht, führt Clark an.

Um den Verbrauch zu messen, so der Klimaschutzmanager, steckt man das Messgerät zwischen Verbraucher und Steckdose. Auf der Anzeige des Messgerätes erscheint die Leistungsaufnahme des Stromverbrauchers in Watt. Abhängig von der Betriebsdauer oder Dauer der Messung berechnet sich daraus der Verbrauch. Er wird in Kilowattstunden (kWh) angezeigt.

Gegen Klimawandel

Bürgermeister Michael Göth lobte die Initiative des Klimaschutzmanagers, betonte die Wichtigkeit des neuen Angebots und freute sich auf weitere Aktionen, um dem Klimawandel zu begegnen. Bibliotheksleiterin Luise Eckert sprach von einem sehr guten Zuspruch, was sich gleich in der Anfangsphase in fünf ständig ausgeliehenen Messgeräten ausdrückte. (Angemerkt)
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