"Sulzbach-Rosenberg hilft" im Kleiderlager engagiert
Mit Winterjacken Freude schenken

Ein Teil der ehrenamtlichen Helfer mit (von links) Astrid Makitta, Hussam Hamada, Gisela Härtl, Bassam Haidar, Christiane Rankl, Rami Haidar, Maria Faltenbacher, Lisa Bleisteiner und Omran Hamada. Bild: Royer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.11.2015
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Es ist Freitagnachmittag und es herrscht Hochbetrieb im Kleiderlager, das die Initiative "Sulzbach-Rosenberg hilft" für Asylbewerber betreibt. Eine lange Schlange vor der Eingangstür in der Wilhelm-Busch-Straße 6 macht klar, wie notwendig diese Einrichtung im früheren Lager der Firma Luber ist.

So um die 40 bis 50 Flüchtlinge kommen zu den Abgabezeiten mittwochs und freitags zwischen 14 und 17 Uhr. Für einen reibungslosen Ablauf sorgen dabei acht ehrenamtliche Helferinnen und vier junge Syrer. Gerade der Einsatz der Männer aus Nahost wirkt sich beim Dolmetschen und beim Türdienst positiv aus.

Die Lagerräume sind zwar gut gefüllt, aber oft sind die gewünschten Größen nicht dabei. Deshalb startet die Initiative gerade einen Aufruf mit der Bitte um Kleiderspenden in den kleinen Größen (siehe Kasten). Wie die Helferinnen erklären, kommen die Flüchtlinge in dieser Jahreszeit oft in kurzen Hosen und Flipflops an - gerade bei ganz kleinen Kindern können sich Unterkühlungen schnell lebensbedrohlich auswirken. Beim Betrieb der Kleiderabgabe hat sich mittlerweile der Einlass in Gruppen bewährt. Unterteilt sind die Räume auch in eine Damen- und Kleinkind- sowie Herrenabteilung. Ausgehändigt werden die Klamotten in limitierter Form, um keine Benachteiligungen zuzulassen. "Wir erhalten durchwegs sehr positive Reaktionen. Die Asylbewerber sind uns unendlich dankbar - das spürt man", ist sich der engagierte Helferkreis beim Pressegespräch einig.

Nach dreimonatigem Betrieb hat sich im Kleiderlager schon eine kleine Stammkundschaft etabliert. Die Asylsuchenden kommen sowohl von der Unterkunft in der Realschulturnhalle als auch direkt aus der Herzogstadt. Nach einem Wunsch befragt, gaben die Helfer an, dass noch große Plastiktüten für die Kleidermitnahme benötigt würden.
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