"Tag der Hausmusik" auf dem Goglhof
Saitenzupfer mit Begleitung

Veeh-Harfen, Akkordeon, Klarinette und im Hintergrund noch Flöten - die echte alte Hausmusik lebt auf dem Goglhof. Bild: hka
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.11.2014
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Es gibt viele Gedenktage in Deutschland: für das Ehrenamt, den Wald, das Buch oder die offene Töpferei. Und es existiert - seit 1932 - der Tag der Hausmusik, der motivieren will, selbst Musik zu machen. Auch im Internet-Zeitalter finden sich dafür genügend Anhänger. Das zeigte sich jetzt auf dem Goglhof.

Ein Singen und Klingen wie selten zuvor erfüllte die Goglhof-Stube am Abend des Cäcilientages, der alljährlich "Tag der Hausmusik" ist. Die "Hirschauer Saitenzupfer" mit ihren Veeh-Harfen, zwei junge Flötenspielerinnen und die Vollblutmusikanten Hans Dittrich und Sepp Ertl gestalteten ein Programm, das einen weiten Bogen spannte von der "Bauern-Arie" über ein Volkslieder-Medley bis zu Händels "Sarazenenmarsch".

Neben den Musikanten waren es aber auch die sangesfreudigen Gäste, die gar nicht genug kriegen konnten von den Stückln und Liedern, so dass es im letzten Teil des Abends zu einem echten Wunschkonzert kam, von Hans Dittrich mit dem Akkordeon und Sepp Ertl mit seiner Klarinette gern erfüllt.

Hausherrin Margarete Jäkel bekannte, wie sehr ihr die Musik am Herzen liegt. Bestätigt wurde das von der Flötenspielerin Alexandra Maderer, die einst in Illschwang Jäkels Schülerin war und die damals vermittelten Grundkenntnisse jetzt zusammen mit ihrer Partnerin Agnes Guggenberger zu beachtlichem Können ausgeweitet hat.

Ihr "Laudate" mit Tenor- und Altblockflöte, ein Menuett mit Querflöten und schließlich der "Sarazenenmarsch" waren der klassische Teil der Hausmusik, während die sieben "Hirschauer Saitenzupfer" (die eigentlich Saitenzupferinnen sind und auch aus den umliegenden Gemeinden kommen) mit ihren Veh-Harfen "A bsinnlichs Liadl" spielten, "Über d'Alma" gingen und mit dem "Bauern-Menuett" schon ein wenig die "stade Zeit" einläuteten.

Ihnen, die als Erwachsene noch ein Instrument für sich entdeckten, galt die besondere Anerkennung Margarete Jäkels. Gedrängt von den Musikern und ihren Gästen, griff sie an diesem besonderen Tag selber zu ihrer Gitarre, um mit den Flötenspielerinnen zusammen Hausmusik zu machen. Dazu ließ sich mit Gitarre auch Hermann Gnahn, der Vorsitzende der "Freunde des Goglhofes", überreden, so dass die Anzahl der Mitwirkenden an diesem Abend beinahe die der Gäste überstieg.

Dass bei der Hausmusik auch flotte Rhythmen nicht fehlen dürfen, dafür sorgten Hans Dittrich und Sepp Ertl. Der letzte Teil des Abends geriet zu einem Medley von Volksliedern, von den Gästen gewünscht und begeistert mitgesungen. So wurde der "Tag der Hausmusik" zumindest auf dem Goglhof, mit Leben erfüllt, mit Freude begangen.
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