"Tage der Orientierung" für angehende Industriekaufleute
Situationen bewertet, Lösungen gesucht

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.11.2014
2
0
(bba/lz) Auf die Spuren anderer Kulturen und fremder Menschen setzten sich die angehenden Industriekaufleute aus dem Berufsschulzentrum Sulzbach-Rosenberg bei den "Tagen der Orientierung" im Jugendhaus Kaltenbrunn. Eigene Urteile und Vorurteile wurden dabei überprüft, die dramatische Situation von Flüchtlingen eindrucksvoll näher gebracht.

Viele Erfahrungen

Der erste Abend stand bei den Auszubildenden im ersten Lehrjahr unter dem Thema "Teambildung", das Spiele wie "Charade", "Blinzelspiel" oder "Irrenhaus" bereicherte. Ein volles Programm wartete am zweiten Tag auf die jungen Erwachsenen, und Religionslehrer Wolfi Lorenz hatte mit der Grundschulpädagogin Tine Koller aus Nürnberg eine ausgezeichnete Referentin gewonnen. Die Lehrerin erzählte zunächst aus ihrem Leben und von den Erfahrungen, die sie in einem Sabbat-Jahr in Südamerika und Asien gemacht hatte.

Nach einem Brainstorming über eigene Urteile und Vorurteile folgte die Diskussion des Stammtischs Europa, bei dem jeweils 100 Einwohner ihre Einschätzung über die Denkweise und das Verhalten von Menschen in zehn westeuropäischen Ländern angaben. Auffallend waren dabei die zahlreichen eher negativen Einschätzungen.

Zu einem interkulturellen Wochenende gehörte natürlich auch eine entsprechende Mahlzeit, und so bereitete Koller mit den Jugendlichen verschiedene Gerichte aus Thailand zu. Anschließend entführte Tine Koller die Zuhörer in andere Sprachen und sammelte danach die Meinungen der Teilnehmer über die Situation von Flüchtlingen. Ein Partnerspiel mit 28 Fragen über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Flüchtlingen in einem anderen Land verdeutlichte die gefährliche Lage von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Bei den vielen aufkommenden Fragen diskutierte man auch die aktuelle Situation von Flüchtlingen und suchte Hilfsmöglichkeiten. Die Referentin garnierte dieses Modul mit der aktuellen Situation eines Arztes aus Syrien.

Ein Filmausschnitt über die Flucht Hunderter von Menschen über das Meer verdeutlichte intensiv und nachhaltig die Dramatik und die entstehenden menschlichen Tragödien. Mit einem Querschnitt durch Bilder über verschiedene Länder in verschiedenen Kontinenten schloss eine inhaltsreiche Veranstaltung.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.