Tanznachmittag nähert Nationalitäten an
Frauen bewegen Kulturwelten

Musik und Tanz sowie der kulinarische Genuss heben alle Grenzen auf, was der interkulturelle Tanznachmittag auf die schönste Weise bewies. Bild: ads
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.10.2014
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"Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern", hatte sich heuer die Interkulturelle Woche zum Motto gegeben. Die Federführung hatte der Arbeitskreis Kultur und Religion im Bündnis für Migration und Integration, das Amberg und den Landkreis erfasst, übernommen. Das Programm erwies sich als ebenso anspruchsvoll wie breitgefächert. Bestens kam beispielsweise der mehrere Kulturkreise erfassende Frauentanz im Amberger Jugendzentrum Klärwerk an.

Auf Initiative der Kirchen wurde in der 70er Jahren die Interkulturelle Woche angestoßen. Schon immer war sie auf das Ziel des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen ausgerichtet. Seither stellen zahlreiche Kommunen und Verbände, Kirchengemeinden, Vereine und Einrichtungen deutschlandweit jedes Jahr Veranstaltungen in diesem Sinne auf die Beine. Vor diesem Hintergrund ist auch der interkulturelle Frauentanz zu verstehen. In unregelmäßigen Abständen wird er seit 2003 von der Flüchtlingsberatungsstelle des Caritasverbands organisiert, heuer zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der Tribal-Gruppe Arcadus (eine spezielle Form des orientalischen Tanzes) unter der Leitung von Aysha Layal.

Das erklärte Ziel dieses Tanznachmittags, zu dem Flüchtlingsfrauen, Migrantinnen und Einheimische eingeladen waren, ist laut der Integrationsbeauftragten des Caritasverbands, Anne Kuchler, die Förderung des Zusammenlebens. "Wir wollen gemeinsam Spaß haben und feiern und Gemeinschaft erleben. Denn Musik und Tanz kennen keine Grenzen." Kuchler freute sich über einen regen Zuspruch, es waren Frauen aus dem Iran, Irak, Afghanistan, Georgien, Tschetschenien und Aserbaidschan gekommen. Mit dabei jeweils die landestypische Musik samt der dazugehörigen Tänze. Große Flexibilität und Einfühlungsvermögen bewiesen die Frauen, sich locker auf kulturell unterschiedlich geprägte Rhythmen- und Bewegungswelten einzulassen. Es machte ihnen sichtlich Spaß, diese Form der Kommunikation zu pflegen und zu genießen.
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