Tausche Anhänger gegen Auto

Diesen VW-Transporter aus Rosenberg könnte die Großalbershofer Wehr von der Stadt bekommen - sie hätte dann ein eigenes Kraftfahrzeug.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.07.2015
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Sicher, es ist nur ein Anhänger. Aber die Feuerwehr Großalbershof ist stolz auf ihre Tragkraftspritze samt Zubehör. Nun hat sich aber erwiesen, dass die Garage zu klein ist und nicht mehr den Vorschriften entspricht. Ein Ersatzbau muss her, und dabei könnte für die kleine Feuerwehr sogar etwas viel Besseres herausspringen: ein eigenes Feuerwehrauto.

Der Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss des Stadtrates sah sich das Gerätehaus und das Löschgerät der FFW Großalbershof vor Ort an. Einen Antrag auf Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges sowie ein gleichzeitiger Neubau des Feuerwehrhauses hatte der Stadtrat schon vor einem Jahr einstimmig abgelehnt - rund 430 00 Euro wären dafür fällig gewesen, zuviel für den Haushalt.

Traktor keine Lösung

Gleichzeitig, so der Beschluss, sei aber der Erhalt der Großalbershofer Wehr zu sichern, Gebäudemängel sollten behoben werden. Angedacht war ein gebrauchter Traktor als Zugfahrzeug für den Anhänger. Doch bei der Besichtigung ergab sich eine neue Idee.

Rund 30 Aktive

Bürgermeister Michael Göth würdigte zunächst die gesellschaftliche Bedeutung der Dorf-Wehr mit ihren etwa 100 Mitgliedern und rund 30 Aktiven, die oft technische Hilfeleistungen erbringt. Der Anhänger und die Unterkunft entsprächen nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften, das habe eine Untersuchung klar ergeben. Trotzdem solle aber der Betrieb aufrecht erhalten werden.

Neue Garage müsste her

"In Rosenberg wird demnächst ein Fahrzeug frei. Das könnte die Stadt der Großalbershofer Wehr zur Verfügung stellen", schlug der Bürgermeister vor. Der VW-Planen-Transporter LT 35, Baujahr 1992, bräuchte allerdings eine neue Garage, die gebaut werden müsste.

Hauptamtsleiter Johann Gebhardt verdeutlichte das Angebot: Ein gebrauchter Traktor als Zugmaschine sei wohl unrealistisch. Damit die Feuerwehr Großalbershof nicht ihre Arbeit einstellen müsste, wäre es eine Möglichkeit, das Material aus dem alten Hänger auf den Planenwagen zu verladen.

Das Grundstück müsste Platz bieten für eine entsprechende Garage. Auch Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn sicherte zu, sich um die Klärung der Vorschriften und eventuelle Zuschüsse zu kümmern.

Diskussion beginnt

2. Bürgermeister Günter Koller hatte den Antrag gestellt, der Wehr zu helfen, auch er lobte den Vorschlag. Kommandant Alexander Luber und sein Vertreter Michael Gebhardt brachten die Idee ins Spiel, die Spritze auf dem Transporter fest zu montieren. Diese Variante und der Stadt-Vorschlag an sich werden nun in der Wehr gemeinsam diskutiert - es scheint sich eine gute Grundlage anzubahnen, die Feuerwehr Großalbershof zu erhalten und sogar aufzuwerten.
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