Teilnehmer des Lehrgangs für den Chemikalienschutzanzug in Rosenberg erkennen: Sicherheit hat ...
Wie von der Umwelt abgeschnitten

Wer 12-Liter-Kanister mit Schaummittel umschlichten muss, kommt im Schutzanzug ganz schön ins Schwitzen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.09.2015
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Einsätze mit gefährlichen Stoffen gehören zu den schwierigsten Aufgaben der Feuerwehr. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, bot die Landkreisfeuerwehr den Wehren mit Zusatzausrüstung Gefahrgut bzw. schwerem Atemschutz einen Lehrgang für Chemikalienschutzanzüge (CSA) an.

Unter der Leitung der Fachkreisbrandmeister Rudolf Kummert (Atemschutz) und Alexander Graf (Gefahrgut) fanden sich dazu zwölf Feuerwehrleute aus Auerbach, Königstein, Sulzbach-Rosenberg und Neukirchen im Schulungssaal der Rosenberger Wehr ein. Kreisbrandinspektor Peter Deiml betonte, es sei nicht jedem gegeben, eingeengt und von der Umwelt abgeschnitten in einem schweren Schutzanzug zu arbeiten. Um so erfreuter sei er, dass die Teilnehmer bereit seien, sich dieser Strapaze zu unterziehen. Den theoretischen Teil gestalteten die Ausbilder Rudolf Kummert, Hans Sperber, Alex Graf und Frank Schloss.

Lesen fällt schwer

Am Tag darauf ging der praktische Teil bei der Kläranlage Sulzbach-Rosenberg über die Bühne. Auf einem Übungsparcours waren Stationen unter schwerem CSA zu bewältigen. Zuerst ging es darum, die Schutzkleidung richtig anzulegen. Bei Station 2 galt es Stoff beziehungsweise Gefahren zu erkunden. Durch die eingeschränkte Sicht im Vollschutzanzug ist es nicht einfach, Symbole oder UN-Nummern zu lesen und weiterzugeben. Bei Station 3 ging es per Steckleiter auf ein Flachdach. Station 4 war der Geschicklichkeit gewidmet. An einem Schieber musste ein Flanschdeckel mit Dichtung angeschraubt werden. Durch die starren Schutzhandschuhe war es schwer, Muttern, Schrauben und Schraubenschlüssel anzusetzen.

An Station 5 ging es um die körperliche Belastung. 12-Liter-Kanister mit Schaummittel mussten umgeschlichtet werden, eine schweißtreibende Angelegenheit. Erschwerend kam dazu, dass wegen des eingeschränkten Luftvorrats der Atemschutzgeräte alle Stationen innerhalb von 20 Minuten abgearbeitet werden mussten. Abschließend hieß es wie nach dem Ernstfall: "Zur Reinigung, durch die Dekontaminationsschleuse." Darum kümmerte sich der ABC-Zug der Sulzbacher Wehr unter Leitung von Zugführer Thomas Wisnet.

Bei der Endbesprechung im Gerätehaus in Rosenberg zeigte sich Lehrgangsleiter Rudi Kummert zufrieden mit den Leistungen. Alle Ausbilder gratulierten den neuen CSA-Trägern, die Urkunden erhielten.
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