Theaterkollektiv lädt ein: Etwas anderer Weihnachtsabend
Weihnachten - Gans oder gar nicht?

Das sind "Die Bretter" - eine bunte Truppe voller Elan, Kreativität, Spielfreude und Ideen - aber ohne Regisseur. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
23.11.2015
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Wer würde nicht gern während des (Vor-)Weihnachtswahnsinns voyeuristisch durchs Schlüsselloch anderer Familien linsen und herausfinden wollen, ob es da denn ähnlich besinnlich - oder besinnungslos - zugeht wie bei der eigenen? Zu einem "wahnsinnig besinnlichen Abend" laden das Theaterkollektiv "Die Bretter" und das "Tschässkwartett" am 5. Dezember in den Seidel-Saal ein.

Portion Psychohygiene

Völlig ungestraft kann man, pünktlich zum Auftakt in die ach so "staade" Zeit, seinem Bedürfnis nach Psychohygiene nachgehen: Die klassische Vater-Mutter-Tochter-Sohn-Familie Ott zeigt, wie sie das "Horrorfest aller Familienfeste" (so die pubertierende Tochter) angeht. Zuschauen ja, Nachahmung nicht empfohlen! Schließlich gilt es, neben Eigensinnlichkeiten, allerlei Fährnissen - der renitenten Tanne, der penetranten Coaching-Tante und dem erstaunlich resistenten Engel - zu begegnen. Das 2013 gegründete Theaterkollektiv "Die Bretter" mit Cynthia Bätz, Christina Baumann, Barbara Franz, Bernd Gerlang, Gerda Krusche, Ulrich Lommer und Veit Stephan glänzte bereits beim Sommerfest des Literaturhauses Oberpfalz und dem Spontantheaterfestival in Amberg.

Es vereint äußerst unterschiedliche Charaktere und arbeitet ohne Regisseur nach dem Prinzip "Alle machen alles". Also entstehen eigenwillige Textgrundlagen und Inszenierungen im Spannungsfeld von gestelztem Psycho-Coach-Talk und Oberpfälzer Stammtisch.

Ebenso eigenwillig interpretiert das "Tschässkwartett" - die Schreibweise deutet es bereits an - die musikalische Stilrichtung in ihrem Namen. Die vier alterfahrenen Musiker werden zwischen den Szenen mit Klarinette, Klampfe, Quetschen, Bassgitarre und Gesang nach Kräften dazu beitragen, alle Vorstellungen von einer besinnlichen Vorweihnachtszeit zu untergraben. Die Band kann ein breitgefächertes Repertoire von Dixie über Wiener Kaffeehausmusik bis "Boarische" vorweisen.

Die musikalisch-theatralische Satire "Weihnachten - Gans oder gar nicht" auf den alle Jahre wiederkehrenden Weihnachtsschock bewegt sich zwischen Seligkeit und Sauernen, Flitter und Familienaufstellung, Kalauer und Konsumkritik - frei nach dem Mantra: "Der Baum ist okay - ihr seid okay - ich bin okay". Beginn ist 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr, Vorverkauf: Buchhandlungen Dorner, Volkert, Karten für 8 und 5 Euro.
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