Theke zerstört, Decke gerissen

Küche und Thekenbereich der Gaststätte im Kettelerhaus wurden ein Raub der Flammen. Manche Teile des Inventars schmolzen regelrecht dahin. Bilder: gf (3)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.12.2014
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Unter der Tür zur Gaststätte des Kettelerhauses züngelten die Flammen hervor. Dort verursachte Dienstagnacht ein Brand rund 100 000 Euro Schaden. Hätte ein Hausbewohner das Feuer bei seiner Rückkehr nicht entdeckt, wäre es vermutlich zu einer weit größeren Katastrophe gekommen.

Dem Sohn eines Ehepaares, das über der Gaststätte des Pfarrheims von Herz Jesu wohnt, waren am Dienstag die Flammen im Treppenhaus aufgefallen. Er alarmierte gegen 22.20 Uhr die Feuerwehr. Sie rückte unmittelbar darauf mit 60 Einsatzkräften aus Rosenberg und Sulzbach an. Nach ungefähr 20 Minuten hatten die Atemschutzträger den Brand unter Kontrolle. Sie verhinderten so das Ausbreiten des Feuers auf Gastraum und Saal. Parallel dazu lief die Überprüfung, Kontrolle und Evakuierung des großen, mehrstöckigen Gebäudekomplexes. Insgesamt mussten neun Personen, darunter Kegler und Hausbewohner, das Kettelerhaus verlassen.

Beim Einsatz zog sich ein Feuerwehrmann eine leichte Rauchvergiftung zu, die das BRK versorgte. Anschließend kam er ins St.-Anna-Krankenhaus. Weitere Verletzte waren nicht zu beklagen.

Wie Einsatzleiter Kommandant Jürgen Schloss gegenüber unserer Zeitung angab, war das Feuer aus noch ungeklärter Ursache beim Schaltkasten im Thekenbereich ausgebrochen. Küche und Schenke der zu diesem Zeitpunkt geschlossenen Gaststätte brannten völlig aus. Die gesamte Elektroanlage wurde dabei ebenfalls zerstört. Mit Ausnahme des angeschlossenen Kindergartens hatten Rauch und Ruß enorme Auswirkungen auf Saal, Räume, Kegelbahn und Wohnungen. Druckbelüfter der Wehren verhinderten während des Einsatzes Schlimmeres. Der Gesamtschaden dürfte nach ersten Schätzungen rund 100 000 Euro betragen.

Statiker gefragt

Zwei Bewohner können nicht mehr in ihre Wohnung oberhalb des Brandherdes zurückkehren. Ein Riss in der Decke macht die Überprüfung durch einen Statiker notwendig. Wegen der entstanden Gebäudeschäden sperrte die Polizei den Brandort nach den Löscharbeiten. Brandfahnder der Kriminalpolizei Amberg nahmen noch am Abend ihre Arbeit auf. Im Einsatz waren das BRK mit drei Rettungswagen und einem Notarzt, zwei Streifenbesatzungen der Polizei sowie die "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung". Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Karl Luber eilten ebenfalls zum Brandherd. Der Kriminaldauerdienst war auch noch am Mittwoch im polizeilich versiegelten Gebäude mit der Ermittlung der Brandursache beschäftigt.

Der immense Schaden hat auch Auswirkungen auf die Folgenutzung des frisch renovierten Saales: So mussten zum Beispiel Weihnachtsfeiern der Tischgesellschaft Edelweiß und des Arbeiterkameradschaftsvereins kurzfristig verlegt werden. Ab wann wieder "normales Leben" ins Kettelerhaus einziehen wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.
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