Transparenz bei neuer Hüfte

Ein künstliches Hüftgelenk samt Pfanne: Rund 200 solcher Implantate werden im St.-Anna-Krankenhaus jährlich eingesetzt. Das neue Zentrum verspricht vor allem Qualität und Sicherheit. Bild: dpa
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.01.2015
17
0

Schmerzfreiheit, Mobilität und Lebensqualität - das will die Medizin durch den Ersatz von geschädigten Gelenken erreichen. Besonders bei Brüchen rund um das Hüftgelenks geht es um rasche Wiederherstellung der Belastungsfähigkeit. Jetzt gibt es einen echten Qualitätssprung.

Am St.-Anna-Krankenhaus ist ein sogenanntes "Endoprothetik-Zentrum" (EPZ) gegründet worden: Hier arbeiten die Spezialisten mit Implantaten, die im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk ganz oder teilweise ersetzen. Ärzte aus dem Krankenhaus und der Praxis "Orthopädengemeinschaft Amberg" kooperieren eng, um hohe Behandlungsqualität zu gewährleisten.

Neueste Erkenntnisse

Die SRZ sprach mit Chefarzt Dr. Marcin Leszczynski (Leiter des EPZ), Dr. Sven Mörk (Koordinator), Klaus-Peter Kohl (Hauptoperateur der OGA) und Roland Ganzmann (Qualitätsmanagement).

Die Implantation einer Endoprothese sei ein einschneidendes Ereignis, erklärt Dr. Leszczynski. "Die Behandlung beruht auf neuesten Erkenntnissen. Information und Einbeziehung des Patienten in den Behandlungsplan sind ebenso selbstverständlich wie menschliche Zuwendung." Solche Zentren könnten hohe Operationszahlen bei Hüft- und Kniegelenk-Endoprothesen nachweisen. Das Personal verfüge deshalb über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung und Nachsorge. 2014 etwa wurden im St.-Anna-Krankenhaus 323 dieser Prothesen implantiert.

"Unser EPZ hält verschiedene Systeme vor, um auch in schwierigen Situationen optimale Implantate auswählen zu können", erläutert der Chefarzt und spricht einen wichtigen Punkt an: "Hier geht langfristige Produkt- und Versorgungsqualität eindeutig vor kurzfristiger Einsparung durch günstiges Material. Letztere wird in bestimmten Kliniken ja von der Geschäftsführung vorgegeben."

Was kann man sich nun unter "Qualität" im EPZ konkret vorstellen?, fragten wir Oberarzt Dr. Sven Mörk. "Wir wollen unser Zentrum noch 2015 zertifizieren lassen. Das bedeutet, dass die gesamte Behandlung vom Erstkontakt mit dem Patienten über Planung, Operation bis zur Nachsorge nachweislich nach den aktuellsten medizinischen Standards und Leitlinien erfolgt." Dazu gehöre umfassende Ablaufdokumentation. Hier werde auch die Ergebnisqualität, insbesondere die Patientenzufriedenheit, ausgewertet. "Den Eingriff leitet stets ein erfahrener Hauptoperateur mit mindestens 50 Prothesen pro Jahr."

Beste Zusammenarbeit

Klaus-Peter Kohl hat sich schon seit seiner Tätigkeit im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus einen ausgezeichneten Ruf als "Knie-Papst" erworben. Wie sind er und die Orthopädengemeinschaft Amberg ins EPZ integriert? "Ich operiere mit meinen Kollegen Dr. Amon und Krös seit vielen Jahren im St.-Anna-Krankenhaus", berichtet der Mediziner. Dabei habe sich vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Chefarzt Dr. Leszczynski und seinem Team entwickelt. "Die Konzeption eines gemeinsamen Endoprothetik-Zentrums war eine logische Folge. Wir organisieren das Thema aus medizinischer Sicht gemeinsam, etwa bei Indikationsbesprechungen." Wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus sei auch, dass jeder verantwortliche Operateur diejenigen Implantate auswählen und den Patienten empfehlen könne, von denen er selbst qualitativ überzeugt sei.

Alles aus einer Hand also - auch hier stimmt Ganzmann zu: "Wir bieten im EPZ individuelle Betreuung von Vorsorge über Diagnostik und Therapie bis Nachsorge und Rehabilitation. Dabei unterstützen uns geprüfte Partner." Vom EPZ geht ein eindeutiges Signal an die Bürger der Region, schließt Dr. Marcin Leszczynski: "Mit dem neuen Zentrum möchten wir das Vertrauen in unsere Knie- und Hüftoperationen weiter festigen. Wir schaffen maximale Transparenz und damit Sicherheit. Darauf können Patienten und zuweisende Ärzte bauen."
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.