Treue Helfer mit "Diplom"

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.11.2015
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Sechs Monate dauerte die Ausbildung, jetzt sind sie fit. Sie suchen und finden angeschossenes Wild, sie apportieren die Enten aus dem Weiher und erweisen sich auch sonst als wertvolle Helfer des Jägers: Die Brauchbarkeitsprüfung ist für Jagdhunde ein ganz schöner Brocken. Beim Jagdverband zeigten sie, was sie drauf haben.

Die Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg im Bayerischen Landesjagdverband hält diese "Gesellenprüfung" jedes Jahr ab, und sie bewährten sich "mit tiefer Nase", die vierbeinigen Helfer der Jäger, bei der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde.

Überstunden gemacht

Die Tiere müssen suchen, apportieren, schwimmen und vieles mehr. Vorangegangen war seit April ein halbjähriger Abrichte-Lehrgang, den auch "Zivil-Hunde" mit der Gehorsamsprüfung abschlossen. Für die Jagdhunde ging es noch ein Vierteljahr weiter bis in den Herbst hinein.

An der Brauchbarkeitsprüfung dürfen nur Hunde mit zugelassenen Papieren teilnehmen. Prüfungsleiter Winfried Sauerländer begrüßte BJV-Kreisgruppenvorsitzende Lore Kaiser und dankte dem Forstbetrieb Schnaittenbach sowie dem Jagdpächter Thomas Ulrich und dem Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten mit Wolfgang Weißmann für die Bereitstellung des Übungs- und Prüfungsgebietes, anschließend den Bläsern der Jagdhorn-Gruppe Sulzbach-Rosenberg für die Eröffnungssignale.

Mit Richter-Obmann Karl Loos prüften Dr. Christa Berberich und Hermann Engelhard, mit Richter- Obmann Gerd Ponkratz arbeiteten Thomas Maul und Rudi Grädler. Geprüft wurden die Hunde für die Anforderungen in allen Revieren oder für reine Schalenwildreviere.

Die Nachsuche auf angeschossenes Wild simulierte eine Übernacht- Schweißfährte im Staatsforst, der Hund musste der Spur durch den Wald 400 Meter und zwei Haken weit folgen, bis er das tote Reh gefunden und ordnungsgemäß seinem Herrn "verwiesen" hatte.

Am Schluss ins Wasser

Eine Haarwildschleppe im Wald über 300 Meter meisterten die Hunde bravourös, sie apportierten das Kaninchen ebenso reibungslos wie die Ente, die nach 150 Metern in der Wiese am Ende der sogenannten Federwildstrecke lag.

Als letzten Punkt durften einige Hunde an einem Weiher ihre Wassertauglichkeit unter Beweis stellen: Die tote Ente wurde in hohem Bogen über den Schilfgürtel in einen Weiher geworfen und war trotz Schrotschuss selbstständig vom Hund zu finden und vorschriftsmäßig zu apportieren.

Neun Hunde bestanden: "Charly vom Forsthaus Sackdilling", ein Dackelrüde mit Führer Gerhard Trabandt, "Gina vom Wildbach", eine Kleine-Münsterländer-Hündin mit Otmar Schlegl, "Sixtus vom Schneeberg", ein Deutscher Wachtel mit Klaus Vögle, "Krimhild vom Hachelgrund" (Kira), eine Deutsch-Kurzhaar-Hündin mit Marco Wiesneth, "Robbie von der Hofmark", ein Deutsch-Drahthaar-Rüde mit Markus Rupprecht, "Gustl Catch me if you can", ein Labrador mit Johann Schmidt, "Fella vom Aichholz", eine Deutsch-Wachtel-Hündin mit Winfried Sauerländer, und schließlich "Rico vom Nonnenhaus", ein Deutsch-Kurzhaar mit Peter Wagner.

Urkunden übergeben

Mit dem Bestehen dieser offiziellen Prüfung, so Kursleiter Winfried Sauerländer am Ende, seien die Hunde auch vor dem Gesetz als brauchbar eingestuft. Die Vorschriften besagten ganz klar, dass zur Such-, Drück-, Riegel- und Treibjagd sowie natürlich zur Wasserjagd "brauchbare Hunde in genügender Anzahl mitgeführt und zur Nachsuche verwendet werden müssen". Sauerländer konnte am Ende im Gasthaus Erras in Fichtenhof an die Hundeführer die begehrte Urkunde aushändigen - ihre treuen "Jagdhelfer" hatten ganze Arbeit geleistet.
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