Tropfen bringen Sicherheit

Schnell aufgestellt und ausgefüllt: Rund sechs Kubikmeter Beton verarbeitete der Bautrupp gestern an der B 85 zu zwei neuen Sicherheitselementen. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.11.2015
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Die Ursache liegt wohl auch im 10. März dieses Jahres: Damals ereignete sich ein tragischer Unfall auf der Kreuzung bei Kropfersricht, drei Menschen starben. Dann gab es Kritik am Zustand des Knotenpunktes. Jetzt hat das Staatliche Bauamt reagiert: Farbige Leitborde sollen ab sofort die Sicherheit an der B 85 erhöhen.

Schon seit längerem beschäftigten sich die Planer des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach mit der Situation an dieser Einfahrt. Ein aufwendiger Umbau wie an der Siebeneichener Kreuzung nebenan kam natürlich nicht in Frage. Nun hat der Bautrupp diese kostengünstige Lösung realisiert: Zwei von rot-weißen Leitborden umrandete tropfenförmige Betonkörper zwingen die Autofahrer, die aus Richtung Kropfersricht oder Happy Rock in die Bundesstraße einfahren wollen, zu mehr Aufmerksamkeit.

Diese "Tropfen" finde man überall an Kreuzungen, erklärt der Straßenbauexperte, sie hätten sich bewährt und kämen nun auch hier zum Einsatz. Sie sind schnell auf- und auch schnell wieder abgebaut, beschädigen die Straßenoberfläche nicht und würden auch im Fall eines dreistreifigen Ausbaus der Bundesstraße (wenn er denn kommt) nicht weiter stören.

Klar erkennbar

Diese Maßnahme sei auch Bestandteil der Bayerischen Verkehrssicherheitsstrategie. "Tropfen" gebe es in allen möglichen Größen. Die Kosten hielten sich mit rund 5000 Euro in Grenzen - ein großflächiger Umbau anderer Art sei an dieser Stelle nicht möglich.

"Diese neuen Elemente sind klar erkennbar, und sie verhindern auch das Kurvenschneiden beim Ein- und Ausfahren", meint Bauoberrat Stefan Noll, der als Abteilungschef diese Maßnahme leitete. "Wir hoffen, dass das Einbiegen aus untergeordneten Straßen dadurch besser wird. Wenn auch nur ein einziger Unfall durch diese Maßnahme verhindert wird, hat sie sich schon gelohnt!" - das ist die klare Maxime.

Denn die Auslastung dieser Kreuzung bei Kropfersricht kann sich durchaus sehen lassen: Rund 11 000 Fahrzeuge passieren sie täglich in beiden Richtungen, davon entfallen schon etwa 700 auf den Schwerverkehr. Der Anteil der anderen beiden, einmündenden Straßen ist dagegen eher gering.

Mehr Vorsicht

Bleibt zu hoffen, dass die Autofahrer sich durch diese neuen Elemente zu mehr Vorsicht animieren lassen. Überfahren wie eine aufgemalte Verkehrsinsel kann man diese Brocken jedenfalls nicht. Dazu sind sie zu massive Argumente für die Sicherheit auf der Straße.
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