Trotz Technik noch Handarbeit

Die Prüfungsbesten Dominic Seeger (Fünfter von rechts) und Quirin Janker (daneben) erhielten extra Geschenke und eine Urkunde. Verabschiedet und geehrt wurden für langjährige Mitarbeit im Prüfungsgremium Hans Fruth und Gabriele Mossburger. Es gratulierten stellvertretender Obermeister Hans Deyerl, Obermeister Hans Lotter), Oberstudiendirektor Reinhard Kretschmer, Ambergs Bürgermeister Martin Preuß (dritte Reihe, rechts) sowie stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann (dritte Reihe, Dritte von links) mit
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.08.2015
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Beim Metzgerhandwerk bleibt die Zeit nicht stehen: Technik und Vorschriften bedeuten Fortbildung, um gesetzte Ziele besser in den Augen zu behalten, gab Oberinnungsmeister Hans Lotter bei der Lehrabschlussfeier des Metzgerhandwerks den Prüflingen mit auf den Weg.

18 Metzger und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk erhielten die Abschlusszeugnisse in der Aula der Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg. Bei der Abschlussfeier mit Freisprechung gratulierte Oberstudiendirektor Reinhard Kretschmer den Prüflingen aus Amberg-Sulzbach, Schwandorf, Weiden, Neustadt und Windischeschenbach zur bestandenen Lehrzeit und betonte, es sei eine positive Entwicklung aller in den drei Jahren ersichtlich.

Nur die erste Etappe

Hans Lotter, Innungsobermeister von Sulzbach-Rosenberg, betonte, dass die Absolventen nun stolz sein könnten, einen praktischen Beruf erlernt zu haben. Er sagte aber auch, dies sei nur die erste Etappe auf einem neuen Weg, bleibe man in Arbeit, bilde man sich weiter, mache man den Meisterbrief oder wage man den Schritt in die Selbstständigkeit. Dies seien einige Fragen, die gestellt würden, so Lotter. Auch beim Metzgerhandwerk bleibe die Zeit nicht stehen, immer mehr Technik und Vorschriften hielten Einzug, so dass Fortbildung sehr wichtig sei.

Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann unterstrich, dass Handwerk nach wie vor goldenen Boden habe, auch wenn die Situation immer schwieriger werde. Deshalb könne jeder Einzelne darauf stolz sein, diesen Beruf im Bereich Dienstleistung erlernt zu haben. Mit bester Qualität den großen Massenbetrieben entgegenzuwirken, müsse die Aufgabe sein.

Der Amberger Bürgermeister Martin Preuß und stellvertretender Kreishandwerksmeister Rudi Gössel aus Amberg waren sich in ihren Grußworten einig, dass die Spezies Metzger wichtig sei. Hochqualifizierte Handwerker stellten Genussmittel höchster Qualität her, deshalb sei es wichtig, dem Beruf und der Region treu zu bleiben.

Die Besten ausgezeichnet

Hans Deyerl, stellvertretender Obermeister von Sulzbach-Rosenberg, bedankte sich bei allen Auszubildenden und denen, die zum Erfolg der Prüflinge beigetragen haben. Gemeinsam mit den Obermeistern und Fachlehrern zeichnete er Dominic Seeger (Metzgerei Nägerl, Illschwang) und Quirin Janker (Johann Kopf, Ursensollen) als Prüfungsbeste bei den Metzgern mit Urkunden und Geschenken aus.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss gab es Aufmerksamkeiten zum Abschied für Gabriele Mossburger und Hans Fruth sowie für den scheidenden Hausherrn, Oberstudiendirektor Reinhard Kretschmer.

Die Prüflinge bedankten sich bei Lehrkräften, Ausbildungsbetrieben, Kollegen, Helfern und Eltern, die Geduld und Verständnis während der Lehrzeit hatten. Der Kreishandwerkerschaft und der Berufsschule versicherten sie, weiter gute Leistung im Dienst des Handwerks zu erbringen.

Am Ende der Feier zollte Obermeister Herbert Hottner (Amberg) den neuen Gesellen großes Lob für die Leistung und meinte, dass aus allen jungen Menschen super Typen herangewachsen seien. Auch wenn viele Neuerungen im Metzgerhandwerk Einzug gehalten hätten, müsse an der Basis viel von Hand gemacht werden. Sein Dank galt der Berufsschule für die Ausrichtung der Feierstunde, sowie dem Klarinetten-Quartett der Musikkapelle Ursensollen für die musikalische Umrahmung.

Beim anschließenden Büfett luden die Metzger mit ihren Kreationen zum Schlemmen ein.
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