Turnhalle am dringendsten

Der CSU-Vorstand um Vorsitzenden Dr. Patrick Fröhlich (Vierter von rechts) und Landrat Richard Reisinger (Dritter von links) diskutierte in der Klausurtagung zahlreiche inhaltliche Themen, die sowohl die aktuelle Stadt als auch die Kreispolitik betrafen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.05.2015
4
0

Die Schwerpunkte sind rasch formuliert: Turnhalle Jahnschule, Neuorientierung Jugendtreff, Wirtschaftskraft stärken und soziale Gerechtigkeit. Mit diesen Themen befasste sich der Vorstand der CSU Sulzbach-Rosenberg in seiner Klausurtagung.

"Mir ist eine demokratische Meinungsbildung sehr wichtig. Daher ist es bei uns guter Brauch, im fast 40-köpfigen Vorstand zu diskutieren, gemeinsame Positionen festzulegen und diese in unserer politischen Arbeit umzusetzen. Denn regieren heißt nicht nur reden, sondern entscheiden", machte dabei Vorsitzender Dr. Patrick Fröhlich deutlich. Daraus resultierte eine Pressemitteilung, die hier auszugsweise ihren Niederschlag findet.

Als dringendstes Projekt machten die Christsozialen den Neubau der Jahnschul-Turnhalle aus. "Unseren Kindern einen dauerhaft Platz zum Schulsport und den Vereinen für den Vereinssport zu gewährleisten, hat für uns oberste Priorität", unterstrich Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Morgenschweis. Sein Stellvertreter Christian Steger betonte, dass dies langjährige CSU-Position sei: "Wenngleich aufgrund unserer hohen Verschuldung keine Zweifachhalle möglich ist, deutet alles auf den raschen einer neuen Einfach-Turnhalle hin."

Die Vertreter der JU um Vorsitzenden Maximilian Klose und Stadtrat Florian Bart brachten vor allem ihre Forderung nach einer kompletten Neukonzeptionierung des städtischen Jugendtreffs zum Ausdruck. "Mit der derzeitigen Situation im städtischen Jugendtreff Hängematte werden wir uns nicht abfinden. Wir müssen dringend eine vollständige Neukonzeptionierung auf den Weg bringen. Dabei darf Personal, Standort und Ausrichtung kein Tabu sein", so Klose. "In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf das vorgestellte Altstadtkonzept ISEK, in dem ein Jugendcafé in der Innenstadt vorgeschlagen wird. Dies unterstützen wir ausdrücklich", ergänzte Bart.

Kein Selbstzweck

Karl Reyzl, Vorsitzender des CSU-Arbeitskreises Wirtschaft, und dessen Stellvertreter Lothar Bedritzki unterstrichen, dass das gemeinsam mit FWU und FDP/FWS beschlossene Wirtschaftskonzept kein Selbstzweck sei. "Das Ziel unseres Konzepts ist es, die Wirtschaftskraft zu stärken, die Verschuldung mittelfristig zu senken und damit das Kulturelle und Soziale auf hohem Niveau erhalten zu können", erläuterten Reyzl und Bedritzki. Dass Bürgermeister und SPD im Stadtrat gegen einen runden Tisch Wirtschaft und gegen die Bekanntmachung des weiteren Verlaufs des Breitbandausbaus stimmten, sorge, laut Pressetext, nach wie vor für Kopfschütteln. "Wie kann man gegen Information der Bürger, gemeinsame Gespräche und Transparenz sein? Wir sollten die Bevölkerung einbinden, statt sie durch geheime Entscheidungen in Hinterzimmern auszugrenzen", brachte es Vorsitzender Fröhlich auf den Punkt.

Dass die CSU wirtschaftliche Kompetenz und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinde, hoben 2. Bürgermeister Günter Koller und die neue FU-Vorsitzende Nicole Selendt hervor. "Der Wert einer Gesellschaft misst sich daran, wie sie mit ihren Schwachen umgeht. Daher ist es uns besonders wichtig, mit einem guten Pflegekonzept unseren älteren Menschen zur Seite zu stehen", so Koller. Selendt fügte an, dass auch Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen ein Herzensanliegen der CSU seien. "Wir haben in unseren Reihen zahlreiche junge Mütter und Väter. Daher wissen wir, wie wichtig diese Einrichtungen sind", unterstrich Selendt.

Jede Option prüfen

Die enge Verzahnung von Stadt und Landkreis brachte Landrat Richard Reisinger zum Ausdruck. Er ging auch auf die aktuelle Diskussion um die Realschule ein. "Wir werden jede Option objektiv prüfen und analysieren. Nicht weniger sind wir unserer Landkreisbevölkerung schuldig", er. "Falls jedoch das Kultusministerium zu dem Schluss kommen sollte, dass an der Mittelschule in Hirschau keine Beschulung von Realschülern möglich ist, ist die Walter-Höllerer-Realschule in Sulzbach-Rosenberg mit ihrem umfassenden Angebot und ihrer Dreifachturnhalle sicherlich auch eine gute Lösung", so der Landrat abschließend.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11034)Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.