Über 4000 Euro kamen zusammen beim Spenden-Projekt am Gymnasium - An Nepal-Hilfe und Unicef
Laufen für den Wiederaufbau

Stolz überreichten die Spenden-Läufer mit Lisa Steiner (Dritte von links) den Scheck an Uwe Markert (Vierter von links). Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.11.2015
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(lis) 49 Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums beteiligten sich im Juli an der bundesweiten Aktion "Wir laufen für Unicef", einem Sponsorenlauf zugunsten von Unicef-Wasserprojekten. Rund die Hälfte der Spenden ging an die evangelische Kirchengemeinde St. Johannis in Rosenberg für deren Nepal-Hilfe.

7,5 Kilometer Durchschnitt

Die Schüler folgten damit einem Aufruf von Mats Hummels, Fußballweltmeister 2014, Unicef-Pate und Schirmherr der Aktion "Wir laufen für Unicef". Im Vorfeld des Laufes suchten sich die Schüler Sponsoren, die bereit waren, pro gelaufene Runde einen Betrag zu spenden. Das konnten Eltern, Verwandte oder auch Geschäfte sein. 49 Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 bis 8 hatten sich für den Lauf angemeldet. Dabei war die 7FL2 die laufstärkste Klasse, die mit 7 Teilnehmern zusammen 61,5 km absolvierte. Für die meisten Spenden im Vorfeld sorgte die 6a. Im Durchschnitt kam jeder Teilnehmer auf 7,5 Kilometer (15 Runden).

Die besten Läuferinnen der einzelnen Jahrgangsstufen waren Helena Forsthofer (Jahrgangsstufe 5: 7,5 km), Leonie Völkl (Jahrgangsstufe 6: 8,5 km) und Paula Röhrer. (Jahrgangsstufe 7+8: 8 km). Die besten Läufer: Markus Seitz (Jahrgangsstufe 5: 10 km), Elias Beer (Jahrgangsstufe 6: 10,5 km) und Finn Aures (Jahrgangsstufe 7+8: 12,5 km). Nun können die Initiatoren Studienrätin Lisa Steiner und Studienrat Jim Haug stolz vermelden, dass neben dem starken läuferischen Einsatz der Schüler auch die Sponsoren die Leistung der Läufer entsprechend honorierten. Insgesamt kamen rund 4372,84 Euro zusammen, weil der Eifer und das Engagement der Teilnehmer wirklich beeindruckend waren.

Davon gehen 2182 Euro nun an die Spendenaktion "Nepal - Soforthilfe" der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannis in Rosenberg. Pfarrer Uwe Markert bedankte sich sehr und nahm die Spenden entgegen. Er selbst war zur Zeit des verheerenden Erdbebens Ende April mit seiner Frau, Sohn und dessen Freundin im Annapurna-Gebiet im Himalaya unterwegs gewesen - begleitet vom Bergführer Tej Bagalej, der aus dem Dorf Masel in der Provinz Gorkha kommt, in dem viele Häuser total zerstört wurden. Viele Familien standen obdachlos und ohne Ernte da.

Sofort am richtigen Ort

Die Wandergruppe um Uwe Markert war vom Erdbeben verschont geblieben. Sie schickten ihren Bergführer zurück in seine Heimatregion, damit er sich um Familie und Freunde kümmern konnte. Gleichzeitig lief mit den Nachrichten von Freunden aus Deutschland eine Hilfsaktion an. Viele erklärten sich bereit, kleinere oder größere Beträge zu spenden.

So konnten die Markerts noch in ihrem Urlaub erste Spendengelder als Soforthilfe abheben und auszahlen. Grundnahrungsmittel, Planen und Zelte wurden gekauft. Von weiteren Spendengeldern, wie auch dem Charity-Lauf des HCA-Gymnasiums, wurden die Häuser wieder aufgebaut und so hergerichtet, dass die Familien den Monsunregen im Sommer gut überstanden.

Infos aus Masel

Momentan werden weitere Spenden überwiesen, damit die Häuser für die bevorstehenden Winter trocken und warm gehalten werden. Auf der Homepage der Kirchengemeinde St. Johannis kann man weitere Infos zum Soforthilfe-Programm für das Dorf Masel in der Provinz Gorkha bekommen und auch aktuelle Fotos des Wiederaufbaus sehen.

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Weitere Informationen im Internet: http://www.johanniskirche-rosenberg.de
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