Umweltschutzinitiative erinnert an die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima - ...
Häufung von Schilddrüsenkrebs im verstrahlten Gebiet

Im Jahr der Atom-Katastrophe organisierten die Umweltschützer mehrere Mahnwachen, um auf die Gefahren der Kernenergie hinzuweisen. Bild: mpi
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.03.2015
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Die Atomkatastrophe von Fukushima jährt sich am 11. März zum vierten Mal. Deshalb beschäftigte sich die Umweltschutzinitiative in ihrer Sitzung mit Atompolitik. Nach ihrer Pressemitteilung sind die Folgen der Reaktorkernschmelzen noch lange nicht absehbar. So berichtet der IPPNW (Ärzte gegen Atomkrieg) unter anderem von einer Häufung von Schilddrüsenkrebs im betroffenen Gebiet.

Staatliche Bürgschaften

Ausführliche Informationen zu diesem Thema könne man über www.ippnw.de abrufen, so Walter Spies von der BI. Umso beunruhigender seien Berichte, wonach die britische Regierung mit Hilfe der EU eine Renaissance der Atomenergie plane. Zwei Reaktoren sollen in Südengland neu gebaut werden. Kredite in Höhe von 21,6 Milliarden Euro sollen allein durch staatliche Bürgschaften abgesichert werden. Darüber hinaus soll für 35 Jahre eine garantierte Vergütung von 11 Cent je Kilowattstunde gezahlt werden. Angesichts der Risiken der Atomenergienutzung weltweit sehen die BI-Mitglieder hierin einen Skandal. Statt verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren, subventioniere man Großkonzerne zu Lasten der Bevölkerung und einer umweltfreundlichen Energiepolitik. Hier sei die Bundesregierung gefordert, diesen Plänen entschieden entgegen zu treten. Ansonsten sei der Atomausstieg in Deutschland reine Makulatur.

Aus der Verantwortung

Auch die Eon-Pläne, noch laufende Atom- und Kohlekraftwerke in eine Tochtergesellschaft auslagern zu wollen, stieß auf Kritik. Hier scheine es so zu sein, dass sich der Konzern aus der Verantwortung für die Folgekosten stehlen wolle, bemerkte Spies. Werde die neue Gesellschaft nicht mit genügend Geld ausgestattet, würden letztendlich die Steuerzahler aufkommen müssen.

Ein weiterer Punkt war das Freihandelsabkommen TTIP. In einem offenen Brief an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel forderten die Umweltschützer diesen auf, darauf hin zu wirken, dass die Verhandlungen gestoppt würden. Zu viele Risiken für Natur, Umwelt, Soziales, Kulturelles und die Demokratie berge dieses geplante Abkommen.

Heinz-Ulrich Schmidt wies auf einen Termin am Dienstag, 17. März, um 19 Uhr im Neukirchener Kernhaus hin: Der Pfarrgemeinderat lädt Dr. Harald Klimenta, Dozent im Wissenschaftsbeirat von Attac, als Referent ein. Thema: TTIP - Was kommt auf uns zu, wie wollen wir leben?
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