"Unsere Ideen sind die richtigen"

Glückwünsche und Dank für langjährige Treue erhielten die CSU-Jubilare von den "Parteioberen" (von links) Dr. Patrick Fröhlich, Marga Klameth und Dr. Harald Schwartz, (von rechts) Günter Koller und Dr. Stefan Morgenschweis. Bild: hka
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.11.2014
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Es spricht für eine gute Altersstruktur, wenn der Vorsitzende Jubilare ehrt, die schon seiner Partei angehörten, als er noch gar nicht geboren war. Bei der CSU verneigte sich ein junges Führungsteam vor den Leistungen seiner Wegbereiter.

Es konnten nicht alle dabei sein, aber die Schar der beim CSU-Ortsverband für langjährige Zugehörigkeit Geehrten war stattlich. Die treuesten von ihnen haben immerhin fünfzig Jahre ihren Beitrag geleistet, und zwar nicht nur finanziell. Dr. Harald Schwartz, CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter, sagte dem Ortsverband Dank für die erfolgreiche Arbeit.

"Gute Mischung"

Der Bericht von Vorsitzendem Dr. Patrick Fröhlich über zwei Jahre sowie die Informationen über die Stadtrats- und Kreistagsarbeit erwiesen sich als interessant für alle Mitglieder im Gasthof "Zum Bartl". Positive Tatsachen: der Mitgliederstand ist unverändert, der Frauenanteil beträgt 24 Prozent, vier von zwölf CSU-Stadträten sind weiblich, der Altersdurchschnitt liegt bei 59,9 Jahren. "Eine gute Mischung". Dr. Fröhlich sprach Aktivitäten der zurückliegenden Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlkämpfe an.

Als Höhepunkte bezeichnete Fröhlich das "Forum der Begegnung" mit Minister Markus Söder, aber auch das "hervorragende Ergebnis" der Kommunalwahlen: "Wir stellen weiterhin den Landrat, drei Kreisräte und zwölf Stadträte und sind in diesem Gremium mit Abstand die größte Fraktion". Vielen Mitstreitern dankte der Vorsitzende namentlich: "Wir können stolz auf uns alle zusammen sein."

Die erfolgreiche Koalition mit FWU und FDP, aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien müsse, so Fröhlich, fortgesetzt werden, "weil wir miteinander und nicht gegeneinander etwas voranbringen wollen". Dazu zählte der CSU-Chef Bemühungen um Arbeitsplätze, gute Infrastruktur und Erhalt des Lebensumfeldes, also dessen, "was angenehm ist in der Stadt". Er forderte ehrliche Politik, kritisierte, dass der politische Gegner CSU-Ideen aufgreife und als seine eigenen ausgebe, und pochte darauf: "Unsere Ideen sind die richtigen für die Stadt!"

Dr. Stefan Morgenschweis, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, begrüßte den Einzug der vier neuen Stadtratsmitglieder Evi Rauch, Florian Barth, Dr. Patrick Fröhlich und Charly Reyzl, durch deren "Input", Diskussionen fruchtbarer geworden seien. Gleichzeitig brachte er aber sein Sorgen-Thema auf den Tisch, den städtischen Haushalt, die geringe Manövriermasse für Investitionen von nur einer Million, den Verbrauch aller Rücklagen, die die Aussichten für 2015 schwierig machten.

Kurze Wege für Gewerbe

Darum, so Morgenschweis, müssten jetzt "Entscheidungen für eine Entwicklung getroffen werden, die in Zukunft durch höhere Einnahmen einen Abbau der immensen Schulden der Stadt ermöglichen". Durch den prognostizierten demografischen Wandel drohe die Gefahr, dass "die Kosten für Infrastruktur-Einrichtungen von weniger Schultern getragen werden müssten".

Gebot der Stunde sei es deshalb, Gewerbegebiete mit kurzen Wegen zu überregionalen Verkehrsachsen auszuweisen, ferner Baugebiete oder die Möglichkeit, Altbestand im Ortskern zu sanieren. (Zum Thema)
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