Unvergesslich und tränenreich

Beim Willkommensfest in Kedzierzyn-Kozle lernten die Oberpfälzer Gymnasiasten zusammen mit ihren Betreuungslehrern Angela Deichler (Vierte von links) und Alexander Voss (Vierter von rechts) Bräuche der schlesischen Region kennen. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.04.2015
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Wer in Polen keine Pierogi probiert, schaut sich in Paris den Eiffelturm nicht an - davon sind die Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums überzeugt. Die Teilnehmer am EU-geförderten Comenius-Projekt durften beim Besuch der Partnerschule in Kedzierzyn-Kozle polnische Kultur und herzerwärmende Gastfreundschaft erleben.

Seit über einem Jahr setzen sich die Zehntklässler unter dem Arbeitstitel "A Taste of Different Cultures" mit landestypischen Traditionen in Europa auseinander. Mit Studienrat und Projekt-Initiator Alexander Voss ging es den Gymnasiasten nicht nur darum, sich theoretisches Wissen anzueignen, sondern ganz persönliche Erfahrungen mit Land und Leuten zu machen. Dazu bereisen die Schüler im Laufe des Projekts die Heimatländer ihrer fünf Partnerschulen in Vezirköprü, Guyla, Paternó, Kedzierzyn-Kozle und Villanueva de los Infantes.

Vorletzte Station

Nach Besuchen in Ungarn, der Türkei und Italien machten sich die Gymnasiasten zusammen mit ihren Betreuungslehrern Angela Deichler und Alexander Voss auf den Weg nach Polen, der vorletzten Station ihres Projekts.

Die Gäste aus Sulzbach-Rosenberg wurden mit einem großen Fest willkommen geheißen. Neben traditionellen polnischen Liedern und Volkstänzen, wurden Bräuche der schlesischen Region vorgestellt.

Nach einem Empfang bei der Bürgermeisterin gewannen die Schüler bei einer Stadtführung Eindrücke von Kedzierzyn-Kozle. Ein Ausflug nach Opole (Geburtsstadt von Miroslav Klose) stand ebenso am Programm wie der Besuch des "polnischen Neuschwansteins", des Schlosses in Moszna.

Gemeinsam mit ihren Projektpartnern aus den anderen Teilnehmerländern nahmen die Herzogstädter an verschiedenen Workshops teil. So lernten die Jungen und Mädchen dabei unter anderem, wie Ostereier mit einer speziellen Wachstechnik aufwendig verziert werden und wie Pierogi, süß oder pikant gefüllte Teigtaschen aus Hefe-, Blätter- oder Nudelteig, gemacht werden.

Neue Freundschaften

Die Gastfamilien bereiteten den "Familienmitgliedern auf Zeit" einen unvergesslichen Aufenthalt. Mit den Oberpfälzer fuhren sie nach Breslau, besichtigten ein Salzbergwerk oder schauten einem Süßigkeiten-Hersteller über die Schulter. Ganz nebenbei entstanden neue Freundschaften.

Nach einem tränenreichen Abschied machte die Gruppe auf dem Rückweg noch einen Zwischenstopp in Krakau. Bei einem Bummel durch die Stadt besichtigte man das jüdische Viertel, die Tuchhallen und das Königsschloss.
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