Urnen- und Baumgräber auch im Westteil jederzeit möglich - Erweiterungsfläche im Osten ...
Waldfriedhof soll schrumpfen

An solchen Stellen im Hauptteil des Friedhofs sind Baumgräber möglich, einen extra Urnenwald in der Ost-Erweiterung hält die Friedhofsverwaltung für überflüssig. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.11.2015
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Bekommt der Waldfriedhof einen eigenen Urnenwald? Im Hauptausschuss lag ein Antrag der Grünen vor, der einen solchen in der östlichen Erweiterungsfläche anregt.

Der Chef der Friedhofsverwaltung, Amtsleiter Jürgen Grünthaler, nahm dazu Stellung: Die Möglichkeiten für Urnenbeisetzungen in den Sulzbach-Rosenberger Friedhöfen seien bereits jetzt vielfältig und würden immer mehr genutzt. "Neben Erdgräbern, in denen auch Urnen beigesetzt werden können, gibt es kleine Urnengräber, Urnenstelen und Sammelgrüfte."

Baumgräber angeboten

Seit diesem Jahr würden im Waldfriedhof zusätzlich Baumgräber angeboten. Hierfür seien Bäume ausgewählt, in deren Umfeld Urnen beigesetzt werden könnten. Eine Grabpflege sei dort weder erforderlich noch möglich. Auf Wunsch könne aber der Name der Verstorbenen an einer Holzsäule in der Nähe des Baumes angebracht werden. "Am Fuße der Säule besteht die Möglichkeit, kurzfristig Blumenschmuck abzulegen."

Die bisher angebotenen Baumgräber würden sehr gut angenommen, so dass bei weiterer Nachfrage jederzeit gut zugängliche neue Areale im oberen Bereich des Friedhofsgeländes ausgewiesen werden könnten. Das habe auch Konsequenzen: "Die Erweiterungsfläche im östlichen Bereich des Waldfriedhofs wird nicht mehr benötigt." Es gebe dort auch keine Bestattungen. Langfristig sollte der Waldfriedhof verkleinert werden, schlug Grünthaler vor.

Auch wenn ein Urnenwald weniger Pflegeaufwand erfordere, so müssen dennoch die Wege vor allem im Winter verkehrssicher sein. Ein Mindestmaß an Pflegemaßnahmen sei auch in einem Urnenwald erforderlich, damit er nicht verwildere. "Eine Nutzung der Erweiterungsfläche als Urnenwald sollte daher nicht in Erwägung gezogen werden", lautete sein Vorschlag.

Positiv aufgenommen

Das sah auch Karl-Heinz Herbst von den Grünen ein, zumal Grünthaler viele Beispiele im westlichen Bereich nannte, die in Frage kämen. Dr. Stefan Morgenschweis (CSU) pflichtete ebenso wie Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) dem Verzicht auf den Ostteil bei, regte aber aus Platzgründen eine systematische Umgruppierung zwischen Gräbern und Urnen an. Joachim Bender (SPD) wollte eine gründlichere Vorbereitung (was in einer der nächsten Hauptausschusssitzungen wegen eines Antrags von Dr. Morgenschweis erfolgen wird, Anm.d.Red.). Der Hauptausschuss nahm die Stellungnahme der Friedhofverwaltung positiv zur Kenntnis.
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