Veränderungen an den Mittelschulen gibt es ab September vor allem in der Stadt Amberg
Neues Profil sichert Standorte

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.08.2015
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Die größte Veränderung bringt das neue Schuljahr im Schulamtsbezirk für die Mittelschulen in Amberg mit sich, die einen komplett neuen Zuschnitt erhalten. "Verstärkte Profilbildung" heißt das in der Amtssprache.

Umbau Richtung ganztags

Es bedeutet: Die Dreifaltigkeitsschule wird allmählich zur reinen Ganztagsschule umgebaut; Start ist im September mit zwei 5. Ganztagsklassen. Die Luitpoldschule ist in Zukunft die Heimat der Regel- und der M-Klassen; die Ganztagsklassen laufen hier nach und nach aus. Das Profil der Mittelschule Ammersricht ist die verstärkte Berufsorientierung und die Einzelinklusion. Ziel dieser Umstrukturierung ist laut Schulamtsleiter Peter Junge der Erhalt der Standorte.

Eine Umgestaltung erlebt zudem die Schullandschaft im westlichen Landkreis. Hier wechselt jetzt Weigendorf, das aufgrund seiner Grenzlage bisher dem Schulverbund Hersbrucker Schweiz in Mittelfranken angehörte, in Oberpfälzer Gefilde, genauer: Es begibt sich in einen Verband mit Sulzbach-Rosenberg, damit die Weigendorfer Kinder die Krötensee-Mittelschule besuchen können. Der Grund: Der direkt benachbarte Mittelschul-Standort Pommelsbrunn-Hartmannshof wurde aufgelöst, so dass die Weigendorfer Kinder bis nach Hersbruck hätten fahren müssen. Da ist Sulzbach-Rosenberg für sie günstiger.

M 10 für Montessori

Ansonsten halten sich die Neuerungen für die Grund- und Mittelschulen in Grenzen. Weder an der Zahl der herkömmlichen gebundenen Ganztagsangebote noch an derjenigen der Kombiklassen ändert sich etwas. Die Regierung hat zusätzlich lediglich eine Ganztags-Übergangsklasse an der Amberger Dreifaltigkeitsschule genehmigt (wir berichteten). Die Montessori-Schule bekommt endlich eine M-Klasse (M 10), was man sich dort schon länger wünschte. In Hahnbach ist eine weitere M-Klasse - es wäre die siebte - wahrscheinlich. Die Aufnahmeprüfung dazu findet laut Schulamtsdirektor Heinrich Koch aber erst am Ende der Ferien statt.

Zweites Beratungsteam

Personell aufgestockt wird - da Amberg/Amberg-Sulzbach ein Doppel-Schulamt ist - die Unabhängige Beratungsstelle Inklusion. Sie bekommt ein zweites Beratungsteam, bestehend aus Christine Seraphin, Studienrätin an der Egenbergerschule, und Marius Glombitza, Mittelschullehrer und Schulpsychologe.

Erleichtert ist Schulamtsleiter Peter Junge, dass der demografisch bedingte starke Rückgang bei den Schülerzahlen jetzt weitgehend vorbei ist (siehe die Zahlen in den beiden Infokästen). Junge: "Das bremst sich jetzt wirklich ein." Wie sich heuer die Übertrittszahlen an weiterführende Schulen entwickeln, war zum Zeitpunkt des AZ-Gesprächs noch unklar.

Die ausgestellten Übertrittszeugnisse ließen keine großen Veränderungen zu den Vorjahren erwarten.
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