Vernetzt denken

Mit dem Projekt "Bildung integriert" wollen Landrat Richard Reisinger (Mitte), Bildungsmanagerin Julia Wolfsteiner und VHS-Leiter Manfred Lehner die Angebote im Landkreis besser bündeln. Foto: Hollederer
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.08.2015
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Keine Kirchturmpolitik in der Bildungsarbeit. Das ist für Landrat Richard Reisinger ein wichtiges Ziel zukunftweisender Strukturen.

Mit dem Projekt "Bildung integriert" möchte der Landkreis vorhandene, aber noch nebeneinander agierende Bildungsangebote zusammenführen. Wie das am Ende aussehen soll, erklärten Bildungsmanagerin Julia Wolfsteiner und Volkshochschul-Leiter (VHS) Manfred Lehner in einem Gespräch mit Landrat Richard Reisinger (CSU). Ziel ist demnach, ein ineinander greifendes, kommunales Bildungsmanagement aufzubauen und zu verstetigen.

Die Bewerbung, sich als Bildungsregion bezeichnen zu dürfen, heißt es in einer Pressemitteilung, habe eine Vielzahl guter Projektideen hervorgebracht. Sie sollten nun aufeinander abgestimmt oder aneinander herangeführt werden. So fehlt laut Wolfsteiner bisher eine Anlaufstelle zur Steuerung dieses Prozesses, der - um in einem Bild zu sprechen - aus einem Mosaik des Angebote eine Landschaft formen soll. Wolfsteiner wird dieser Motor sein, um aus einer Projektphase heraus feste, dauerhafte Strukturen zu formen.

Alle mit einbinden

"Bildung integriert" setzte genau hier an. Das Konzept liefert die nötigen Basisdaten für die verschiedenen Arbeitsfelder im Bereich "Lebenslanges Lernen" und schafft Strukturen, in denen alle in diesem Umfeld Tätigen, beginnend beim Kindergarten bis hin zu Seniorennetzwerken, aufeinander abgestimmt arbeiten können. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Erfassung von bildungsbezogenen Daten. Bisher fand das nur spärlich und auf informellem Weg statt.

Gezielt steuern

Die diversen Bildungseinrichtungen im Landkreis, aber auch die Politik, brauchen für eine effiziente Vernetzung ihrer Arbeit eine fundierte Beobachtung als Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen. Deshalb soll künftig eine verbindliche Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und -akteuren, zwischen hauptamtlich in Pädagogik, Wissensvermittlung, Kultur und Verwaltung Tätigen, den politisch Verantwortlichen, den ehrenamtlich Engagierten und interessierten Bürgern aufgebaut werden, kündigte Wolfsteiner an.

In der Summe, so ein erstes Resümee des Landrats, sieht sich der Landkreis "als Impulsgeber" für die Bildungsentwicklung in der Region und möchte mit der Teilnahme an dem Projekt "Bildung integriert" in einem ganzheitlichen Ansatz ein kommunales Bildungsmanagement aufbauen und dauerhaft etablieren. "Mit diesem Projekt können wir die Ergebnisse der Bildungsregion optimal strategisch steuern und auswerten", blickt der Landkreischef positiv in die Zukunft.

Dieses Vorhaben wird ab September für drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der EU mit einer Quote von 50 Prozent der Kosten gefördert.
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