Viertklässler auf Exkursion ins Müllkraftwerk Schwandorf
Blick in Gluthölle

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.05.2015
6
0
Den letzten Weg des Mülls erkundeten Viertklässler der Pestalozzischule im Müllkraftwerk Schwandorf. Die 4 a mit Bettina Nuss und die 4 c mit Daniela Schön hatten im Sachkundeunterricht das Thema Müll behandelt und wollten vor Ort mehr wissen. 1500 Tonnen Restmüll werden hier täglich verbrannt. Er kommt aus einem Gebiet, das von Hof bis Landshut sowie von Cham bis Neumarkt reicht - überwiegend in Containern per Zug, aus der näheren Umgebung im Müllwagen. In riesigen Bunkern wird er gelagert und dann bei 850 bis 1000 Grad Celsius verbrannt.

Durch Gucklöcher konnten die Kinder in die Gluthölle schauen. Obwohl die Brennkammer gut isoliert ist, war es hier heiß. Die Verbrennung, erläuterten Stefan Karl und Claudia Rupprecht, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, erfolge unter Zuführung von Luft. Brennstoffe wie Öl seien nicht erforderlich. Von einer Tonne Müll blieben lediglich 250 Kilo Schlacke übrig, die auf einer Deponie gelagert werden, nachdem alle Metallteile heraussortiert wurden. Abgase werden entschwefelt, Salzsäure werde herausgezogen und der Staub herausgefiltert. Bei der Verbrennung entstehe viel Wärme. Damit werde aus Wasser 400 Grad heißer Dampf gemacht, der über eine Turbine Strom erzeugt. Ein Teil des Dampfes werde von der benachbarten Industrie genutzt. Mit dem heißen Wasser betreibe Schwandorf sein Fernwärmenetz, das auch dem Schwimmbad angenehme Temperaturen beschert.

Die Besucher waren sehr beeindruckt. Trotzdem stellte ein Bub fest: "Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht." Karl stimmte zu: "Wir haben nur eine Erde und müssen alle dazu beitragen, sie zu schützen". Auch die 4 b und 4 d sahen sich in Schwandorf um.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.