Volle Teilhabe auch im Rollstuhl

Disko-Fox im Rollstuhl? Kein Problem! Elisabeth Klimmeck und Markus Vogel aus Bayreuth tanzten am Donnerstagabend vor, wie Inklusion geht. Bild: Huber
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
06.03.2015
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Amberg und der Landkreis machen schon wieder gemeinsame Sache. Diesmal in Sachen Inklusion. Am Donnerstag gründete sich im König-Ruprecht-Saal das Bündnis für Menschen mit Behinderung.

In diesem Projekt steckt jede Menge Musik: Begleitet von Schlagzeug-Klängen und Tanz nahm das interkommunale Bündnis seine Arbeit auf. Es hat sich zum Ziel gesetzt, allen Menschen mit Beeinträchtigungen in der Region volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. "Inklusion bedeutet mehr als nur die Barrierefreiheit am Bahnhof", verdeutlichte die Behindertenbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Irmgard Badura, bei der Auftaktveranstaltung.

Die gebürtige Ambergerin forderte ein "Zusammenkommen in allen Lebensbereichen". "Es geht darum, Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Alltag zu ermöglichen." Badura erinnerte daran, dass diese Aufgabe "unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge" sei. Dem Landkreis und der Stadt Amberg stellte sie dabei gute Noten aus: "Die Akteure in der Politik haben verstanden." Es sei sehr klug, das Thema Inklusion so planvoll und systematisch anzugehen.

Den Willen dazu bekräftigte Oberbürgermeister Michael Cerny. Das Bündnis solle die Entscheidungsträger in der Politik beraten. Wenn die Bedürfnisse behinderter Menschen von Anfang an berücksichtigt würden, verteuerten sich Projekte nicht maßgeblich, erklärte der Rathauschef. "Das Besondere an der Inklusion ist, dass wir nachhaltig versuchen, dass Inklusion nichts mehr Besonderes ist, sondern ganz normal", sagte Landrat Richard Reisinger. "Wir sind uns unserer Aufgaben bewusst."

Das Bündnis besteht aus einem Plenum als "allgemeine Versammlung" und einem Inklusionsbeirat aus elf Mitgliedern. Franz Badura vertritt die sehbehinderten und blinden Menschen, Beate Pöllinger die Hör- und Sprachbehinderten. Georg Dietrich bringt die Anliegen Geh- und Körperbehinderter ein, Eduard Freisinger von der Lebenshilfe ist in dem Gremium für geistig behinderte Menschen zuständig, Andreas Felser von der Diakonie für psychisch Erkrankte, Ellen Galle für chronisch Kranke. Geschäftsführer ist Tobias Berz (Bündnis für Familie).
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