Vor allem muss es Spaß machen

Die Cheerleadergruppe des Judovereins Sulzbach-Rosenberg sorgte mit Akrobatik und guter Laune für beste Unterhaltung. Bilder: hka (4)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.05.2015
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Sportler ehren, das lieben Politiker. Wenn sie bei dieser Gelegenheit aber nach den eigenen sportlichen Aktivitäten gefragt werden, kann es ganz schön peinlich werden. Da hilft oft nur noch Humor.

Eine Goldmedaille, 63 aus Silber und 51 aus Bronze waren zu vergeben, denn insgesamt 115 Sportler haben im Jahr 2014 bei Wettbewerben vordere Plätze belegt. Als Aushängeschild für unsere Stadt bezeichnete sie Bürgermeister Michael Göth und stellte für ihre Ehrung die "gute Stube" der Stadt, den Rathaussaal, zur Verfügung. Auch Musik und Tanz gehörten an diesem Abend dazu: Querbeet, das integrative Ensemble der Städtischen Sing- und Musikschule, und die Cheerleadergruppe des örtlichen Judovereins gestalteten ein buntes Rahmenprogramm.

Botschafter und Vorbilder

Sulzbach-Rosenberg ist eine Stadt mit vielen Vereinen, insbesondere vielen Sportvereinen. Sportarten von A wie Aerobic bis Z wie Zumba, so Bürgermeister Michael Göth in seinem Grußwort, brauchen Trainingsmöglichkeiten und ehrenamtliche Helfer. Von der Gesundheit abgesehen seien erfolgreiche Sportler darüber hinaus Botschafter, Motivatoren, Vorbilder und nicht zuletzt "Aushängeschild für unsere Stadt".

Auch Klaus Hernes vom Bayerischen Landessportverband, zeigte den Nutzen sportlicher Tätigkeit für den Einzelnen und die Gesellschaft auf und wies auf einen besonders wichtigen Aspekt hin: den Spaß am Sport. Diesen Spaß, trotz des oft harten Trainings, mancherlei Verzichts, trotz Aufregung und Wettkampffiebers, hätten sie wohl alle, die an diesem Abend geehrt würden. Da waren die kleinen Judokas, die noch nicht einmal zehn Jahre alt, schon seit Jahren trainieren und dafür mit Bronzemedaillen bei der Oberpfalzmeisterschaft belohnt wurden.

Da war Gabi Keck, die Ausnahmesportlerin, die Silber einheimste bei der Deutschen Meisterschaft über den Langdistanz-Triathlon - 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad und 42 Kilometer Laufen. Und da war Horst Hälbich, Jahrgang 1934, der alle Jahre für seine besonderen Erfolge in Ski und Triathlon ausgezeichnet wird.

Der eine aber, der einzige, der eine Goldmedaille erringen konnte, fehlte: Hanns Nägerl vom PSC Rosenberg, der Deutsche Meister im Bankdrücken. Nicht vergessen wurden an diesem Abend eine Reihe von ehrenamtlich Tätigen, die Hallenaufsichten. Claudia Uschold, Hans-Werner Schmer, Klaus Uschold, Josef Wismet, Maximilian Tischler und Gabriele Götz tragen durch ihren Dienst dazu bei, dass Turniere abgehalten werden können, sie ermöglichen tagtäglich Vereinssport und Training in der Krötenseeturnhalle.

Mit 87 in Ruhestand

Einer von ihnen, Johann Roth, tat das mit kleiner Unterbrechung seit 2001, hat seinen Dienst stets gewissenhaft versehen. Ende 2014, fast 88 Jahre alt, gönnte er sich den wohlverdienten Ruhestand. Kerstin König vom Kulturamt der Stadt hatte nicht nur den Löwenanteil an der Organisation des Abends, sie war auch die Moderatorin, die mit Charme und Witz durch das Programm führte. Ein nicht nur sportlicher sondern auch optischer Leckerbissen war die Cheerleadergruppe des Sulzbach-Rosenberger Judovereins. Mit Tanz, Akrobatik und Anfeuerungsrufen ihrer jungen Chefin Nicole Müller boten die Mädchen eine ungewohnte Choreographie mit knappen Kostümen, fliegenden Haaren, und nannten als Voraussetzung für ihr Tun: "Man muss gut gelaunt sein" - und das waren sie.
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