Vor Freude getanzt

Ob die Wolken über dem Plattensee nun ihren Inhalt zurückhielten oder über den Köpfen der Sulzbach-Rosenberger Reisegruppe ausschütteten: Die radelte immer mit großer Freude durch Ungarn. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.06.2015
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Fast jeden Tag strampelten sich die Radfahrer aus der Reisegruppe der Gemeinde Christuskirche mit Begeisterung rund um den Plattensee ab. Nur einmal hielt sie eine ungarische Bauernhochzeit von ihrer Tagestour ab.

Ein gelungenes Kooperationsprojekt zwischen dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Christuskirche Sulzbach-Rosenberg war die Radtour am Plattensee in Ungarn. Unter der Leitung von Diakonin Irene Elsner reisten 20 Gemeindemitglieder mit dem Bus und Fahrradanhänger nach Balatonfüred, einem beliebten Urlaubsort am Nordufer des Plattensees (Balaton).

50 Kilometer am Tag

Von dort aus starteten die Fahrradtouren - im Schnitt 50 bis 60 Kilometer pro Tag. Ein ungarischer Führer leitete die Gruppe zunächst in die Hafenstadt Siofolk. Auch der Dauerregen am ersten Tag konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Gulaschsuppe stärkte am Ende der Tour. Wegen der schlechten Wetterprognose wurde der freie Tag vorverlegt. Balatonfüred bot jede Menge Möglichkeiten, die Zeit gut zu füllen: prunkvolle Kirchen, eine Schifffahrt, Spaziergänge am See oder auch Schwimmbad und Sauna im Hotel.

Gegen den Wind

Bei der nächsten Tour ging es erst mit dem Bus zur prächtigen Benediktinerabtei auf die Halbinsel Tihany. Nach einer Andacht in der Abtei nahmen die Räder Fahrt auf Richtung Weinberg Badacsony, einem Tafelberg. Dieses Mal herrschte starker Gegenwind, der der Gruppe einiges an Kondition abverlangte. Eine kleine, lustige Weinprobe am Ende des Tages entschädigte aber alle.

Eine weitere Tagesetappe führte zunächst mit der Fähre zum Südufer des Balaton nach Szantod Richtung Balatonlelle. Geradelt wurde gemütlich durch kleine Dörfer in herrlicher Landschaft. Das Wetter meinte es gut, so dass man auch zur letzten Radtour frohgemut aufbrach. Erst mit dem Bus zum Weinberg Badacsony, dann mit den Rädern Richtung Keszthely, zum Barockschloss. Danach ging es zum ungarischen Seebad Heviz, eine willkommene Erfrischung zum Ende der Tour.

Mit den einzelnen Strecken hatte die Gruppe den Balaton nahezu umrundet, so dass für den nächsten Tag die Fahrräder zu Hause blieben - eine Bauernhochzeit lud ein! Typisch ungarisches Mittagessen, temperamentvolles Folkloreprogramm auf einer Csarda (Wirtshaus) mit atemberaubendem Blick auf Weinhänge und See - was will man mehr? Angesteckt von der Freude der Akteure, tanzten auch die Oberpfälzer mit.

Zuschauer begeistert

Geselliges Beisammensein oder spontanes Singen und Tanzen an der Uferpromenade des Plattensees spiegelten nicht nur das gute Miteinander der Teilnehmer wider, sondern begeisterten auch Zuschauer. Kleine Andachten von Diakonin Irene Elsner zu Beginn des Tages erbaten Gottes Segen für die Reise. Es war ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt, ganz im Sinne einer lebendigen Kirchengemeinde.
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