Vortrag am Montag in der Synagoge mit Ittai Tamari
Sulzbach, jüdische Druckmetropole

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.09.2015
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Einen Vortrag zum Thema "Wie Sulzbach zur jüdischen Druckmetropole wurde" hält am Montag, 21. September, Ittai Tamari, Israel, Universität München, in der ehemaligen Synagoge. Beginn 20 Uhr, Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3,50.

Eine Blüte des Buchdrucks in Sulzbach hatte die religiöse Toleranzpolitik des Pfalzgrafen Christian Augusts hervorgebracht. Neben christlichen waren es vor allem jüdische Drucker (1669-1851), die den Ruhm der Stadt nach außen begründeten.

Der letzte Rabbiner in Sulzbach, Magnus Weinberg, schrieb 1904: "Keine zweite hebräische Offizin hat sich vielleicht in deutschen Ländern einen derartig fest gegründeten Ruf und Ruhm bei den Volksmassen erobert, wie die Sulzbacher Druckereien. Ihre Popularität war von etwa 1730-1830 unerschütterlich; in ununterbrochener Reihenfolge lösten sich die gleichen Werke der Laien-Literatur, Gebetbücher für alle Zeiten und viele Riten, Talmud, Mischna, Pentateuche, jüdisch-deutsche Frauenlektüre, religiöse Erbauungsliteratur, Propheten und Hagiographen, z.T. in zahllosen, oft nicht mehr zu überschauenden Auflagen, einander ab."

Wie konnte sich die jüdische Gemeinde Sulzbach gegen andere, viel mächtigere europäische Gemeinden in Venedig oder Amsterdam behaupten? Es waren ihre Drucker, die den Namen des oberpfälzischen Sulzbachs vom 17. bis 19. Jahrhundert weltberühmt machten.

Am Montag, 19. Oktober, läuft ein weitere Vortrag, diesmal mit Dr. Axel Töllner aus Neuendettelsau mit dem Thema "Von den Lehrhäusern im Land Israel und in Babylonien nach Sulzbach in die Jüdische Druckerei - Wie der Talmud entstand und welche Bedeutung er im Judentum hat."
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