Walter-Höllerer-Realschule nähert sich sozialen Berufen mit einem selbst erarbeiteten ...
"Herzwerkern" auf die Finger geschaut

Acht Schüler der Walter-Höllerer-Realschule wurden in einem Casting für ein selbst erarbeitetes Theaterstück ausgewählt. Es wird vom Alltag in sozialen Berufen handeln. Bild: lhc
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.11.2014
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Im Projekt "Herzwerker" bringen acht Schüler der Walter-Höllerer-Realschule ein selbst erarbeitetes Theaterstück auf die Bühne, das sich in kreativer Weise mit Alltagsgeschichten aus sozialen Berufen befasst.

Die acht Darsteller wurden bei einem Casting aus Bewerbern der 9. Klassen ausgewählt. Erstaunlich viele, vor allem Mädchen, wären geeignet gewesen, doch eine große Zahl machte nach der Auswahl wieder einen Rückzieher. Denn wirklich in die engere Wahl zu kommen, bedeutet, vier Tage lang von 8 bis 17 Uhr zu proben.

Acht Szenen

In dieser Zeit erarbeiten und proben sie zusammen mit Jean-Francois Drozak als Regisseur der Agentur Kunstdünger acht Szenen, die sie dann zur Premiere am Freitagvormittag, 11. Dezember, in zwei weiteren Schülervorstellungen in der Aula zum Besten geben werden.

Die Szenen erschließen sich direkt aus Erzählungen von vier Mitarbeitern von Einrichtungen aus den Bereichen Altenpflege, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenpflege sowie Kindertagesbetreuung aus dem Landkreis. Beteiligt sind das Seniorenheim Procurand, das Ernst-Naegelsbach-Haus und zwei Einrichtungen der Lebenshilfe aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg.

Theaterpädagoge Drozak arbeitet nach dem Prinzip des Playback-Theaters: Zur Vorbereitung und Erarbeitung der Szenen wird das Schauspielerteam Interviews mit den Mitarbeitern der vier Einrichtungen führen. Sie sind die "Herzwerker", in ihrer täglichen Arbeit um das Wohl ihrer Mitmenschen bemüht. Professionell und engagiert vermitteln sie anderen Menschen mehr Lebensqualität und Lebensfreude, sie geben ihnen Perspektiven, fördern und begleiten sie.

Weil sie viel Gutes tun, aber selten darüber reden, hatte Theaterpädagoge Drozak die Idee, Kurzgeschichten aus deren Berufsleben zu inszenieren. Durch das Projekt kann das Publikum aber auch erfahren, wie soziale Berufe fordern, fördern und bereichern, wie vielseitig sie Menschen verbinden - und auch welche Karriere und Ausbildungschancen die sozialen Berufe bieten. Auch deshalb wird das Theaterprojekt unterstützt vom Sozialministerium, das sich erhofft, mehr junge Menschen für einen Beruf in diesen Bereichen zu gewinnen.
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