Warten oder durchstarten?

Tennis, Gastronomie und Vereine? Im Sportpark ist alles möglich, die Investoren haben sich aber noch nicht endgültig entschieden. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.04.2015
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Das Restaurant ist zu. "Kein Pils mehr an der Theke", titelte die SRZ. Im Hotel-Bereich des Sportparks sind Asylbewerber eingezogen. Der Tennisbetrieb läuft, auch Vereine sind noch dort beheimatet. Aber: Das Objekt steht zum Verkauf. Wie geht es weiter? Manager Karl Reyzl hat Vorstellungen. Allerdings erst ab Juli.

Es hat sich einiges verändert im Sportpark-Komplex (wir berichteten), der dem Rohrwerk Maxhütte gehört: Das Hotel hat seinen Betrieb eingestellt und wurde zur Heimat von rund 20 Asylberwerbern: Der Landkreis hat die Zimmer angemietet.

Nur gute Erfahrungen

"Das läuft gut, es sind sehr nette und um Integration bemühte Menschen. Sie belegen Sprachkurse und bemühen sich um Wohnung und Arbeit", beschreibt Karl Reyzl die neuen Stadtbürger. Es habe keine wie immer gearteten negativen Aussagen gegeben. Aber wie läuft es im restlichen Komplex? Die Gastronomie ist zwar geschlossen, aber der FC-Bayern-Fanclub kann sämtliche im Bezahlfernsehen angebotenen Fußballspiele noch auf Großleinwand im Gastzimmer verfolgen, das sichert eine Zwischenvereinbarung.

Vereine sind noch drin

Auch der Gesang- und Orchesterverein hält noch seine Proben im Vereinszimmer, ebenso ist der Heimatverein Birgland regelmäßig dort anzutreffen. Es wird gekegelt, und auch die Kletterwand des Deutschen Alpenvereins ist gut frequentiert, ebenso das Squash-Zentrum der TV-Sport-Sparte. Für die nötige Erfrischung sorgen Getränkeautomaten, die im Gang aufgestellt sind.

Wie ist der derzeitige Status des Gebäudes? "Es steht im Internet zum Verkauf", meint Karl Reyzl, "und das schon seit Dezember." Eine Freizeitanlage mit 4280 Quadratmetern Gesamtfläche wird dort für 450 000 Euro angeboten. Und es haben sich auch schon Interessenten gemeldet.

"Wir sind derzeit in Verhandlungen mit einem halben Dutzend potenzieller Investoren", berichtet der Manager. Dabei gehe es um die verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten. Vom Fitness-Workout-Center über Büronutzung bis zur Weiterführung mit Gastronomie und Tennishalle ist alles dabei. Auch der Hartplatz könnte in Planungen mit einbezogen werden.

Ab Juli wird gehandelt

Reyzl will aber nicht ewig warten: "Wir haben uns ein Ziel gesetzt, und das heißt Juli." Ab dann müssten nämlich die verbindlichen Buchungen für die Belegung der Tennishalle im Herbst und Winter angenommen werden. Auf diese Einnahmen will der Eigentümer nämlich nicht verzichten - falls bis dahin immer noch kein Verkauf unter Dach und Fach ist. Es habe einen Bereinigungsprozess gegeben bei den Tennis-Angeboten für die Halle, und die Sportpark-Trainingsmöglichkeit sei wieder gut im Rennen. "Zwischen Sulzbach-Rosenberg, Hahnbach, Auerbach Vilseck etc. gibt es nichts Vergleichbares!"

Reyzl hofft noch immer auf eine Lösung mit der Gastronomie: Sportbetrieb und Restaurant, das mache schon Sinn. Deswegen ist auch in der relativ neu und hochmodern eingerichteten Gaststätte noch nichts verändert worden. Ein interessierter Pächter könnte sofort einsteigen. Dann gäbe es am Sportpark doch wieder ein Pils an der Theke.
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