Waschweiber und Geschichten

Die Geschichten zur Geschichte Rosenbergs ließen nicht nur Bürgermeister Michael Göth (links) aufhorchen. Mitglieder der Gruppen Stiber-Fähnlein, Comitas Sulczpach und der Tanzkreis Laetissime Saltemus unterstützten den besonderen Spaziergang. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.04.2015
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Edelleute, Ritter und Waschweiber: Das "Dorf" hat viel zu bieten. An sieben Stationen führte der Spaziergang durch Rosenberg, begleitet mit Geschichten und Geschichte.

Passende historische Szenen ließen Mitglieder der Gruppe Stiber-Fähnlein, ihrer Ritter von Comitas Sulczpach und der Tanzkreis Laetissime Saltemus lebendig werden. Bereits am Startpunkt, dem Ersten Bayrischen Schulmuseum stieß Bürgermeister Michael Göth zur Gruppe, Tanja Weiß verwies auf die Wichtigkeit und Ausstattung des Museums. Gleich oberhalb befindet sich das Schlösschen "Franziskaruh" die nächste Station des Spaziergangs. Die dreiflügelige Anlage wurde zum Teil mit Steinen aus der damaligen Rosenburg-Ruine erbaut. Natürlich durften auch die Anekdoten über die Pfalzgräfin und den Pfalzgrafen dem "schönsten Mann" seiner Zeit und seine amourösen Abenteuer und nicht fehlen.

Magische Klänge

Angezogen von den magischen Klängen eines mittelalterlichen Spielmannes zog die Gruppe den Burgberg hinauf, im Blick das 1929 erbaute Kriegerdenkmal. Die Hochmittelalter-Gruppe des Stiber-Fähnleins "Comitas Sulczpach" empfing die Besucher mit einem Schaukampf.

Die St.-Johanniskirche im spätgotischen Stil, ist vor allem durch die Epitaphe geschichtlich interessant - hier übernahm nun die geschichtliche Darstellung die historische Figur des Bürgermeisters Sigmund Löneys alias Altbürgermeister Gerd Geismann in Begleitung von Mitgliedern des Stiber-Fähnleines. Einführenden Texten aus der Braunschen Chronik folgte noch die Beschreibung der einzelnen Grabplatten von Sebastian und Wolf Erlbeck, Sebastian und Albrecht Stiber."

Geleitet von den Rittern und Landsknechten spazierte die Gruppe durch den Ortskern von Rosenberg, durch romantische Gassen und Winkel, Weiß und Wolfgang Fischer erzählten von kriegerischen Zeiten und französischen Belagerern. Von der mehrfachen Zerstörung des Dorfes durch Kriegs und Naturgewalten.

Das lautstarke Geschnatter einiger Waschweiber, die ihre schönste Wäsche vor den Besuchern ausgebreitet hatten und fleißig durch das kalte Wasser zogen, empfing die Gruppe an der bekannten "Flei" der alten Ortsquelle von Rosenberg. Heute modern zum Kneippbecken umgebaut, wird sie nicht mehr im historischen Sinn genutzt, jedoch wird durch die Figur der Wäscherin auf Ihren ursprünglichen Zweck verwiesen. Wasser war immer ein kostbares Gut und bis zum Jahre 1923 deckten die Rosenberger ihren Wasserbedarf aus Quellen und Hausbrunnen. Seither hatte Rosenberg ein gemeindeeigenes Wasserleitungsnetz, welches von der Maxhütte eingespeist wurde.

Die letzte Station nutze die Erzählerin, um die Sage vom Geiger-Pumperl und dem Drachen eindrucksvollen zu vermitteln. Mit Blick auf die hohen Felsen des Rosenberger Schlossberges machten es sich die Besucher nach der Tour bei Kaffee und Kuchen im Café Fischer bequem und der Tanzkreis Laetissime Saltemus beschloss den Nachmittag.
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