Weihbischof Dr. Josef Graf beim Patrozinium auf dem Annaberg - Senioren besonders wertschätzen
Glauben für die nächste Generation

Auf dem Weg zum Altar segnete der Weihbischof viele Gläubige. Bild: bmr
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
27.07.2015
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Hoher Besuch auf dem Annaberg: Der erst kürzlich ernannte Weihbischof Dr. Josef Graf reiste von Regensburg an, um mit zahlreichen Gläubigen die Heilige Messe zu Ehren der Mutter Anna zu feiern. Das Patrozinium beendete eine ereignisreiche Bergfestwoche.

Dekan Walter Hellauer hieß ihn bei "echtem Kardinalswetter" willkommen, ebenso Landrat Richard Reisinger, der mit seiner Tuba das Bläserensemble von St. Marien verstärkte, Bürgermeister Michael Göth sowie den evangelischen Dekan Karlhermann Schötz. Besonderer Gruß galt den Rad- und Fußwallfahrern, die von Lauterhofen zum Annaberg gepilgert waren.

Alte Menschen würdigen

In seiner Predigt ging Graf auf die Heilige Anna als Großmutter Jesu ein, die im Neuen Testament zwar nicht erwähnt wird, aber dennoch für die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus stehe. Er betonte, dass in unserer Zeit alte Menschen wenig Beachtung bekämen; Unwort des Jahres sei sogar einmal das Wort "Rentnerschwemme" geworden. Die Gesellschaft dürfe die Alten nicht wie eine Flut auffassen, im Gegenteil: "Alten Menschen gilt eine besondere Beachtung, denn das ist die Wertschätzung der eigenen Wurzeln", betonte der Weihbischof.

Das Annabergfest stand unter dem Motto: Damit auch morgen dein Name gelobt werde. Dr. Josef Graf stellte darauf die Frage: "Wie kann der Name gelobt werden, wenn Gott nicht mehr wichtig ist?" Die hohe Zahl an Kirchenaustritten, aber auch die für manche lästige Kirchensteuer führe zum Glaubensverlust.

Der gelebte Glaube brauche jedoch Gemeinschaft und müsse an die nächste Generation weitergegeben werden: "Vergelt's Gott für den Dienst der Großeltern. Denn oftmals sind sie die Erstverkünder des Glaubens." Oft würden Großeltern Halt spenden, dies sei ein großes Geschenk. Es gelte, Barrieren zwischen den Generationen zu überbrücken und die Nachwachsenden an den Glauben heranzuführen.

Stola als Geschenk

Im Anschluss an die Eucharistiefeier überreichte Dekan Hellauer als Geschenk eine Stola. Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Chor St. Marien Sulzbach, verstärkt durch einige Mitglieder aus Rosenberg unter der Leitung von Steffen Kordmann sowie vom Bläserensemble St. Marien. Zahlreiche Vereine wie KAB, KDFB, Pfadfinder und Pfadfinderinnen sowie Kolping postierten sich mit Fahnen an dem Freialtar. Den Abschluss bildete traditionsgemäß das Sankt-Anna-Lied.
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