Weil Qualität nicht wurst ist

Der erste Platz in der Kategorie Aufschnittplatten ging an Ann-Kathrin Gürtler von der Metzgerei Hans Lotter in Sulzbach-Rosenberg.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.03.2015
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"Die Platten zeigen hohe fachliche Reife und machen so richtig Appetit": Nicht nur dem Berufsschulleiter lief das Wasser im Mund zusammen angesichts der Köstlichkeiten. Der 15. Leistungswettbewerb der Fleischerjugend unterstrich die hohe Qualität - sowohl der Wurst als auch der Ausbildung.

"Dieses Gemeinschaftsprojekt spiegelt die Qualität des Erlernten, der Betriebe und des handwerklichen Produktes wider", lobte Bürgermeister Michael Göth. "Für mich ist es ein Ausdruck, der Kreativität der Auszubildenden."

Weniger Schüler

Sulzbach-Rosenbergs Berufsschulleiter Reinhard Kretschmer dankte den Fleischerinnungen aus Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Tirschenreuth und Weiden für ihr Engagement. Dass die Schülerzahlen stark rückläufig sind, mache ihm zu schaffen. "In zwei Jahren wird es nur noch je eine 11., 12. und 13. Klasse geben."

Vor dem offiziellen Teil konnten die Gäste an fünf Ständen Spezialitäten aus den neuen Bundesländern genießen, von den Schülern beim Projekt "25 Jahre Deutsche Einheit" selbst hergestellt. Aus Thüringen die Pottsuse, aus Sachsen grobe Mettwurst, aus Sachsen-Anhalt ein Bregenwurst, aus Mecklenburg-Vorpommern Rostocker Bratwurst und aus Brandenburg die Semmelleberwurst. Natürlich waren die Schmankerln in kürzester Zeit verspeist.

Salami aus Auerochsen

Fachlehrer Bernd Roth hatte mit den Schülern erneut das Auerochsenprojekt verwirklicht. Hierbei werden ein paar Auerochsen aus dem Auerbacher Gehege geschlachtet, zerlegt und anschließend zu Salami etc. verarbeitet. Zur Vorbereitung auf die Prüfung wurden alle mit einem eines Käseseminar geschult. Freiwillig hatten die Schüler auch am Snackwettbewerb teilgenommen und dort Fingerfood-Varianten gezeigt. Auf Klassenfahrt in Straßburg lernten sie französische Spezialitäten kennen und konnten viel Wissen schöpfen.

Obermeister Daniel Hirsch führte durch den Abend und war begeistert von der Helferzahl. "Den Stellenwert dieses Handwerks erkennen wir durch eine Vielzahl an Politikern", erklärte er. Franz Birkl, stellvertretender Landrat, konnte nur eines sagen: "Das Auge isst immer mit! Die Präsentation ist bestens gelungen." Die jungen Menschen wirkten in einem interessanten Beruf, der mit Menschen-Kontakt einhergehe. Dies sei wichtig für das eigene Bildungswesen. "Es ist schade um jeden Handwerksbetrieb, den wir verlieren. Kaufen Sie bitte regional ein, um diese wertvolle Arbeit zu garantieren."

"Gott sei es gedankt, dass ich nicht als Vegetarier oder Veganer auf die Welt gekommen bin", freute sich Martin Preuß, 2. Bürgermeister der Stadt Amberg. Diese Handwerksarbeit sichere die Versorgung vor Ort, biete Qualität und Regionalität.

In vier Kategorien traten die Schüler, die Fleischer oder Metzgereifachverkäufer lernen, an: Fingerfood, Kanapees, Fleischspezialitäten und Aufschnittplatten. (Zum Thema)
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