Weißes Gold der Ernährung

Bei der Aktion in der Krötensee-Mittelschule warben Fachoberlehrerin Jutta Forster, Ursula Eckl, stellvertretende AELF-Leiterin, Schulrat Peter Junginger (von links), Peter Danninger, Leiter der Krötenseeschule, Kreisbäuerin Brigitte Trummer (Fünfter und Sechste von links), Bürgermeister Michael Göth (Zweiter von rechts) und Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger (rechts) für das hochwertige Lebensmittel.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.10.2015
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Milch ist wertvoll. Sie enthält nicht nur hochwertiges Eiweiß und Vitamine, sondern auch viele Spurenelemente. Vor allem der Gehalt an Kalzium ist hoch. Milch ist damit sehr gesund und wichtig in der Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Die Schulmilch-Aktion an der Krötensee-Mittelschule rückte sie ins Rampenlicht.

"Milchtrinken ist cool!", erklärte Schulrat Peter Junginger, selbst bekennender Milchtrinker. Peter Danninger, Leiter der Krötenseeschule, gestand, dass er es als Kind nie geschafft habe, die Milchkanne voll Zuhause abzuliefern. Immer habe er auf dem Heimweg vom Bauern schon die Hälfte der Milch getrunken. Auch Bürgermeister Michael Göth warb für die Milch. Man solle ihr gegenüber anderen, weniger gesunden Getränken den Vorzug geben. Ursula Eckl, der stellvertretenden Leiterin des Amts für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (AELF), war Schulmilch ein großes Anliegen, denn in den letzten Jahren habe es an den Schulen immer weniger Milch gegeben.

Von Eltern fordern

Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger freute sich, dass es wieder Schulmilch gibt. "Fordert sie von euren Eltern!", rief sie die Jugendlichen auf. Sie fasste die Bedeutung der Ernährung zusammen: "Man ist, was man isst." Verbrauche man regional erzeugte Lebensmittel, ob vom Feld oder von den Kühen, lebe man sehr gesund und stärke die Erzeuger. Es waren Fünft- und Sechstklässler, die sich in der Aula versammelt hatten, um viel über die Bedeutung der Milch zu lernen. Sie hörten aufmerksam zu, als Kreisbäuerin Brigitte Trummer die Milchproduktion und -viehhaltung erläuterte. Trummer erklärte: "Nur gesunde, glückliche Kühe geben gute Milch."

Fachoberlehrerin Jutta Forster vom AELF ging besonders auf die Bedeutung des Kalziums ein. Wenn in der Jugend zu wenig Kalzium in die Knochen eingebaut wird, kann der Körper das später nicht mehr nachholen. Jugendliche zwischen zehn und zwölf Jahren, führte sie aus, brauchten pro Tag 1100 Milligramm Kalzium. Um auf diese Menge zu kommen, könnten sie einen Viertelliter Milch trinken, ein Joghurt und zwei Scheiben Käse essen.

19 Scheiben, sieben Kilo

Wenn sie versuchten, den Bedarf aus pflanzlichen Lebensmitteln zu decken, müssten sie am Tag 19 Scheiben Vollkornbrot und fünf Kilo Kartoffeln essen. Allerdings gebe es eine Kalziumlücke. Die meisten Jugendlichen nähmen deutlich weniger Kalzium zu sich, als sie sollten. Dabei sei die Versorgung mit Milch, dem wichtigsten Kalziumlieferanten, sichergestellt, gibt es doch in Amberg und im Landkreis rund 20 000 Kühe.

Die 9. Klassen hatten ein verlockendes Büfett mit Brotaufstrichen, Quarkkuchen und weiteren Köstlichkeiten vorbereitet. Mit großem Appetit bedienten sich die Kinder und staunten darüber, was man alles aus dem weißen Lebensmittel machen kann. Schließlich konnten die Schüler an zwei künstlichen Eutern üben, wie man melkt.
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