Weniger ist mehr

In naher Zukunft soll es ein modernes Konzept für das Stadtmuseum geben. Auch die Auswahl der Exponate stünde dann auf dem Prüfstand. Darauf zielt ein fraktionsübergreifender Antrag ab, der im November im Stadtrat auf der Tagesordnung steht. Bilder: Royer (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.10.2014
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Die Notwendigkeit, sich als Kommune ein Museum zu leisten, sieht der Stadtrat ein. Fraktionsübergreifend fordern die Parteien den Erhalt und regen in Problembereichen Sofortmaßnahmen an. Der Impuls dazu kam aber von anderer Seite.

In der Sitzung machte Stadtrat Christian Steger (CSU) für alle im Parteien deutlich, dass es der gemeinsame Wille sei, das Stadtmuseum weiterzuentwickeln. Für die Kommunalpolitiker bestehe auch Übereinstimmung, dass dazu ein Gesamtkonzept "Museum" (Synagoge, Apothekermuseum, Historische Druckerei Seidel und Stadtmuseum) mit einem funktionsfähigen Depot notwendig sei.

Den Stein ins Rollen brachte der "Förderverein Stadtmuseum", der durch den gemeinsam formulierten Antrag bei seinen Aktivitäten unterstützt werden soll. Steger verwies zunächst auf die Sofortmaßnahmen: "Die Exponate im Eingangsbereich der Museums-Scheune sollten möglichst rasch ausgelagert werden, damit hier ein, auch für Menschen mit Behinderung erreichbarer Kommunikationsraum entstehten kann." Weiter soll für die erhaltenswerten, feuchtigkeitsempfindlichen Exponate vor dem Winter ein geeignetes Zwischenlager gefunden werden. Als Vorschlag werden hier eventuell nicht mehr benötigte Räume bei der Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg im Altbau ins Spiel gebracht.

Ein weiterer Wunsch der Fraktionen ist ein Gesamtkonzept "Museum", zusammen mit der Museumsleitung, dem Förderverein und der Verwaltung ausgearbeitet. Damit sollen die zukünftige museale Ausrichtung und die erhaltenswerten Exponate dargestellt und beschrieben werden. Klarheit solle so auch darüber herrschen, von welchen Exponaten sich das Museum trennen kann.

Erhebliche Reduktion

"Der Stadtrat erwartet dabei eine erhebliche Reduktion der ,unsystematischen Exponatenanhäufung'. Daraus ist dann der tatsächliche Bedarf für ein zentrales Depot für alle musealen Einrichtungen abzuleiten", hieß es im Antrag. Dabei solle für die Stadt die kostengünstigste und wirtschaftlichste Lösung angestrebt werden.

Der fraktionsübergreifende Antrag wird nach Auskunft von Hauptamtsleiter Johann Gebhardt in der Novembersitzung im Stadtrat diskutiert.
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