Wenn der Roboter pflegt

Wie sieht es mit der Bewegung im Alter aus? Besucher des Tags der offenen Tür durften sich in diesen Zustand versetzen. Neben jeder Menge Informationen gab es auch viele Möglichkeiten, aktiv mitzumachen.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.03.2015
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Fachkräfte fehlen - gerade in der Pflege. Da hilft der Roboter, der sogar mit den Patienten spricht. Zukunftsmusik? Nicht mehr ganz, denn in Japan gibt es das bereits. Wohin der Weg führt, das wurde den Besuchern beim Tag der offenen Tür in der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe deutlich.

Engpässe bei qualifizierten Pflegekräften in einigen Jahrzehnten? Pflegenotstand? Robotertechnik in der Altenpflege? Maschinen, die mit alten Menschen sprechen? Utopie oder Realität in der Zukunft? Fragen wie diese waren zentrale Themen der Berufsfachschule, als sie ihre Türen am Wochenende unter dem Motto "Zukunft" öffnete.

Noch nicht so weit

"Pflegeroboter in der Altenpflege gibt es zwar schon, aber bei uns ist es noch nicht so weit", meinten Schüler des zweiten Kurses lachend, als eine Kollegin als Roboterfrau verkleidet auftauchte. In Japan laufen schon lange Versuche mit sprechenden Maschinen: "Ob sie im Pflegesektor oder als Therapiehelfer optimale Dienste leisten, muss man abwarten. Momentan sind unsere Klassen noch gut belegt mit angehenden Fachkräften in der Caritas-Berufsschule", bestätigte Schulleiterin Martina Schiener. Zurzeit lassen sich knapp 100 junge Frauen und Männer zu staatlich anerkannten Altenpflegerinnen oder Pflegefachhelfern ausbilden.

Diese hatten sich für den Tag der offenen Tür mächtig angestrengt beim Aufbau der Informations-Stände und Demonstrations-Räume im Café. Vom Eingang im Haus an der Bayreuther Straße über das Treppenhaus bis in die Klassenzimmer im Obergeschoss bekamen Besucher reichlich Auskünfte über aktuelle Themen der Altenpflege.

Virtuelle Spiele

Wie der Alltag auf einer Altenpflegestation aussieht, zeigten die angehenden Fachkräfte anhand einer Übungspuppe im Pflegebett. Routinemäßige Handgriffe, zum Beispiel die tägliche Körperhygiene, die Verabreichung von Nahrung, die Anwendung von Hilfsmitteln, das Messen von Puls und Blutdruck, die Wundversorgung, das Feststellen des Blutzuckerwertes oder das Anlegen einer Infusion bis hin zur Sterbebegleitung sind nur ein kleiner Teil des umfangreichen Berufsfeldes. Der Bogen spannte sich weiter über die Kommunikation mit den Patienten, den Sprachproblemen bei Migrationshintergrund, die zukünftige Altersstruktur, Wohnformen im Alter, Bewegungs- und Beschäftigungstherapie bis zu virtuellen Spielen mit Gedächtnistraining, an denen auch die Gäste teilnehmen durften. Um den Anforderungen einer qualifizierten Altenpflege zu entsprechen, brauchen die Mitarbeiter eine komplexe Vielfalt von Fachwissen und Eigenschaften, stellten die Besucher bei ihrem Rundgang fest.

Warum eine Altenpflegeausbildung erstrebenswert ist, erklärte Schulleiterin Martina Schiener: "Aufgrund des demografischen Wandels steigt die Quote der pflegebedürftigen Menschen. Darum ist dies auf jeden Fall ein sicherer Beruf mit Zukunft." Informationen für die Pflegeausbildung gibt es bei der Caritas.
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