Wenn es zwickt im Kreuz

"Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen von allen Leiden die meisten Ausfalltage", weiß Wolfgang Händlmeyer, Direktor der AOK Direktion Amberg. Weitere Gründe für Krankschreibungen waren Verletzungen und Atemwegserkrankungen. Bild: Hartl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.05.2015
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In der Stadt Amberg gibt es mehr, im Landkreis Amberg-Sulzbach weniger Krankmeldungen als im Vorjahr. Die genauen Zahlen verraten noch mehr.

Der Krankenstand AOK-versicherter Arbeitnehmer ist 2014 in Amberg ist im Vergleich zum Vorjahr von 4,2 Prozent auf 4,4 Prozent gestiegen. Im Landkreis Amberg-Sulzbach ist er von 4,8 Prozent auf 4,7 Prozent gesunken.

Das zeigt die aktuelle Krankenstatistik der AOK. Dabei liegt der Krankenstand nahe am bayernweiten Durchschnitt von 4,5 Prozent. Im Jahresvergleich ist im Freistaat der Krankenstand der rund 2,4 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmer wieder leicht gestiegen. "2014 gingen 4,5 Prozent aller Kalendertage für die Betriebe wegen Arbeitsunfähigkeit verloren, 2013 waren es 4,4 Prozent", sagt Wolfgang Händlmeyer, Direktor der AOK Direktion Amberg, gegenüber unserer Zeitung.

Die Krankenstandsdaten der AOK weisen innerhalb Bayerns ein deutliches Nord-Süd-Gefälle auf. Während in Oberfranken der Krankenstand mit 5,1 Prozent am höchsten war, betrug er in Oberbayern lediglich 4,1 Prozent. In der Oberpfalz lag er bei 4,6 Prozent. Die Ursachen hierfür: Nordbayerische Unternehmen haben deutlich ältere Belegschaften. Oberbayerische Arbeitgeber dagegen profitieren von einem starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer.

16,4 Tage krank

Durchschnittlich war 2014 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Freistaat 16,4 Kalendertage krank. In der Stadt Amberg waren es durchschnittlich 15,9 Tage, im Landkreis Amberg-Sulzbach waren es durchschnittlich 17,3 Tage.

Händlmeyer: "Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage." Statistisch gesehen war deswegen 2014 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer aus Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach 5,3 Tage krank geschrieben. 2,8 Fehltage ergaben sich aus Verletzungen, 2,4 Krankheitstage wegen Atemwegserkrankungen.

"Um arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden, unterstützen wir Unternehmen aus unserer Region beim betrieblichen Gesundheitsmanagement", so Händlmeyer. Allein im Direktionsbereich Amberg nutzen jährlich rund 30 Unternehmen diesen Service. Bayernweit waren es allein im letzten Jahr mehr als 3000.
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