Wie und wann entstanden Märkte, auf denen es nicht nur die Güter des täglichen Bedarfs zu ...
Treffpunkte mit Tradition

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.02.2015
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Anlässlich des Lichtmess-Tages wird sich am 8. Februar die Sulzbach-Rosenberger Altstadt mit rund 100 Fieranten in einen attraktiven und turbulenten Marktplatz mit Buden, Ständen und Attraktionen verwandeln, der zu einem erlebnisreichen und vergnüglichen Bummel einlädt.

Stände und offene Geschäfte

Von 8 bis 17 Uhr werden die Händler aus allen Branchen in geballter Vielfalt ihre Ware feil bieten und für ein buntes Marktspektakel sorgen.

Um 13 Uhr öffnen auch die ortsansässigen Geschäfte ihre Pforten, die für ihre Kunden an diesem Tag sicherlich so manche Schnäppchen und Sonderaktionen bereithalten. Auch die vorzügliche Gastronomie lädt zur Einkehr mit kulinarischem Verwöhnprogramm ein. Die zahlreichen Parkmöglichkeiten und der gute Stadtbus-Service erleichtern den Besuchern ein vergnügliches Einkaufen.

Seit anno 1498 lässt sich in der Herzogstadt urkundlich das Abhaltung von Märkten belegen. Der Jahrmarkt nahm im Mittelalter eine besondere Stellung in der Stadt ein.

Traditionell fielen die meisten Jahrmärkte mit der Feier zu Ehren eines heiligen Schutzpatrons zusammen. Hohe Kirchen- und Heiligenfeste waren willkommene Unterbrechungen des Alltags.

In frühen Gesellschaften betrieben Stammesgemeinschaften Handel mit nahe stehenden Gruppen. Dieser Handel in externen Märkten war primär eine Angelegenheit zwischen verschiedenen ethnischen Gruppierungen und geschah weniger innerhalb der Mitglieder eines Stammes.

Während interne Märkte typischerweise lokale Märkte waren, an denen sich die Menschen mit den unmittelbar benötigten Gütern versorgten, tauchten sehr früh auch zwischenstaatliche Märkte auf. Dieser Handel über lange Distanzen war zwar mit größeren Schwierigkeiten verbunden als der lokale Handel, er konnte aber auch sehr profitabel sein.

Gewürze gegen Wolle

Eine ursprüngliche Form des Austausches von Gütern zwischen Händlern waren die Messen. Diese fanden periodisch statt. Die meisten europäischen Händlermärkte fanden im Raum zwischen Italien und Flandern statt. Auf diesen Messen wurden wesentlich Güter des Südens, inklusive Gewürze aus Asien, mit Gütern aus dem Norden, vor allem Wolle aus England und Flandern ausgetauscht. Solche Messen hatten ihre Blütezeit zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert. Die Messen waren aber nicht nur Ort des Handels. Hier fanden auch eine Reihe von festlichen und anderen Aktivitäten statt, welche den eigentlichen Austausch von Gütern umrahmten. Die Messen waren offen für gewöhnliche Leute. Messe bedeutete Lärm, Unruhe, Musik, fröhliche Menschen, Unordnung. Auch deshalb hatten diese Messen sogar eigene Richter, die für Ruhe und Ordnung verantwortlich waren und für Rechtsprechung im Streitfall sorgten.
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