Wieder ein Sieg für Guangzhou

Schon vor dem großen Begegnungsfest auf dem Hirschauer Marktplatz setzten die jungen Gäste aus China und ihre künstlerisch ebenso talentierten erwachsenen Begleiter etliche Höhepunkte und farbliche Glanzlichter ihres Könnens. Hier zum Beispiel beim Chinesischen Abend im Kubus in Ursensollen, den Bürgermeister Franz Mädler zu Recht als "absolutes Highlight für das kulturelle Leben" seiner Gemeinde bezeichnete. Bild: Hartl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.07.2015
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Der FC Bayern beschloss kürzlich seine Reise ins Reich der Mitte mit einer Niederlage gegen den chinesischen Fußballmeister Evergrande Guangzhou. Seit dem Wochenende ist diese Stadt nicht nur den Bayernfans im Landkreis ein Begriff, sondern vor allem den Musikfreunden.

Insgesamt 105 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 16 Jahren waren mit 20 erwachsenen Begleitern vier Tage lang beim Internationalen Jugendmusikfestival in der Region zu Gast. Ausgerichtet wurde es vom Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) in Zusammenarbeit mit der Organisation für internationale Kontakte in Bonn.

Bei Familien untergebracht

Stärkste Reisegruppe war die Guangdong Chinese-Overseas-Middle-School-Concert-Band mit ihren 53 Musikern. Mit 22 Mädchen war auch die Tie-Yi-Tanzgruppe angereist, der Chor der Fremdsprachen-Mittelschule Guangzhou. Während ihre Mitglieder und die des Orchesters in Hotels in Amberg bzw. Königstein einquartiert wurden, waren die Chorangehörigen bei Hirschauer Familien untergebracht.

Erster Höhepunkt ihres Aufenthalts war der Chinesische Abend im Kubus in Ursensollen. Noch getoppt wurde dieser durch das sonntägliche Begegnungsfest auf dem Hirschauer Marktplatz. Bevor die Gruppen dort ihr Programm präsentierten, war es an Bürgermeister Hermann Falk, diese völkerverbindende Veranstaltung zu eröffnen. Zur Begrüßung hatten sich auch die Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz (CSU) und Reinhold Strobl (SPD) sowie stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann eingefunden. Sie alle teilten Falks Meinung, dass das Festival die Chance biete, "Erfahrungen von unschätzbarem Wert zu sammeln, die über den Bereich der Musik hinausgehen. Sie können mithelfen, Vorurteile abzubauen."

Dank sagte das Stadtoberhaupt allen, die das Fest ermöglichten, an vorderster Front dem NBMB-Kreisvorsitzenden Werner Stein und Musikzugchef Maximilian Stein mit seinen Mitgliedern, die von Mittag bis zum frühen Abend die Besucher bewirteten.

Alphörner und Kindergarde

Musikalisch eröffnet wurde das Fest weder mit fernöstlichen noch mit Oberpfälzer Klängen, sondern vom Alphornbläser-Quartett der Hahnbacher Marktbläser und dem Stück "Der Bödner". Für Abwechslung im chinesischen Programm sorgte die Musikkapelle Ursensollen mit den Märschen "Gute Reise", "Mein Heimatland" und "Schloss Leuchtenburg". Die chinesischen Gruppen ernteten immer wieder Szenenapplaus für ihre großartigen Darbietungen, zum Schluss wurden sie mit Beifall förmlich überschüttet. Applaus gab es auch für die Beiträge des friesischen DAS-Orchesters. Einen schwungvollen Schlussakzent setzte schließlich die Kindergarde des Musikzugs.

Abschied mit Tränen

Beim Abschied kullerten über die Wangen der chinesischen Mädchen und Jungen, die bei Hirschauer Familien untergebracht waren, ein paar Tränen. Werner Stein zog am Sonntagabend, als die Musikzügler mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren, das Fazit: "Geschafft! Es war anstrengend, aber auf jeden Fall allen Einsatz wert."
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